Im Garten blühen jetzt Osterglocken und Narzissen, doch wie hält man diese wunderschönen Blumen auseinander? Die Frühblüher gehören zur gleichen Familie, den Amaryllisgewächsen. Ist die Rede von Narzissen, so ist damit die Gattung der Amaryllisgewächse gemeint, dazu zählt auch die Osterglocke als eine von vielen Unterarten, das heißt jede Osterglocke ist zwar eine Narzisse, doch nicht jede Narzisse ist eine Osterglocke.

Bestehen kann ein Unterschied zwischen den zwei Blumen, wenn mit einer Narzisse eine andere Narzissenart als die Osterglocke gemeint ist. Die Osterglocke weist bestimmte Merkmale auf, die ganz typisch für den Frühblüher sind, aber nicht für Narzissen. Osterglocken werden zum Beispiel ca. 40 cm hoch. Dagegen werden Narzissen zwischen 5 cm bis 100 cm hoch. Ein weiterer Unterschied zwischen der Osterglocke und der Narzisse ist die Blattform. Die Osterglocke hat linealische Blätter, dass heißt dass die Osterglocke mehr oder weniger glatte Blattränder hat. Manche Narzissenarten haben dagegen stielrunde oder grasartige Blätter, und auch im Wuchs und in der Farbe der Blütenblätter kann es Unterschiede zwischen den verschiedenen Narzissenarten geben. Die Blüten der Osterglocke sind jedoch grundsätzlich gelb, das hat ihr auch den Namen „Gelbe Narzisse“ gebracht.

Aus der alten griechischen Sage des jungen Narziss geht der Begriff Narzissmus zurück. Er wurde von den Göttern mit extremer Selbsthilfe bestraft, weil er die Liebe der Quellnymphe verspottete. Eines Tages bewunderte er sein Spiegelbild im Wasser, wobei sich die Oberfläche des Wasser kräuselte. Narziss bekam so einen Schreck weil er jetzt glaubte hässlich zu sein, und starb. Genau an dieser Stelle soll er sich in eine Narzisse verwandelt haben.