Seit Urzeiten stehen die Lauchgewächse ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Schnittlauch, Porree, und an erster Stelle stehen die Zwiebeln. Sie gehören allesamt zur Grundausstattung im Gemüsegarten - gefolgt von Bärlauch, Knoblauch und Schalotten. Als Vertreter der Lauchgewächse findet man auf den Gemüsebeeten in unseren Breiten meist Zwiebeln, Porrée und Schnittlauch. Sie sind einfach anzubauen, benötigen nicht viel Platz und verfeinern mit ihrer Würze viele Speisen.

Je nach Sorte und Art unterscheiden sich die Pflanzen in ihrer Schärfe und variieren auch mehr oder weniger stark im Geschmack. Der Gärtner hat die Auswahl unter zahlreichen Arten und Sorten, echte Zwiebelfans holen sich möglichst viele Vertreter in den Garten und versorgen sich so das ganze Jahr über mit dem würzigen Grün.

Die Familie der Lauchgewächse zählt 500 bis 600 Mitglieder. Zu den bekanntesten essbaren Arten zählen der Bärlauch, der Knoblauch, der Porrée, der Schnittlauch und die Zwiebel. Den Anfang macht der Bärlauch, dessen Blätter sehr zeitig im Jahr zu sprießen beginnen. Die Versorgung während der kalten Jahreszeit übernehmen aber die frostharten Lauchsorten und Lagerzwiebeln. Raritäten wie Winterheckzwiebeln oder die Etagenzwiebeln liefern nahezu rund um das Jahr würzige Schlotten ( so nennt man landläufig die runden Röhrenblätter dieser Zwiebelarten).

Die meisten Vertreter der Lauchgewächse auf unseren Beeten begannen ihre Karriere als Heilpflanze. Dies verdanken sie unter anderem ihren schwefelhaltigen Inhaltsstoffen, den Sulfiden. Diese Stoffe haben eine Schutzwirkung gegen Krebs auf verschiedene Organe, wie zum Beispiel auf die Speiseröhre, Magen, Dickdarm, Lunge und Brust. Die Inhaltsstoffe der Lauchgewächse wirken sich auch günstig auf den Cholesterin-Spiegel aus, auf das Herz – Kreislaufsystem, so wie auf den Magen, den Darm und der Darmflora, sowie den Blutdruck. Außerdem stimulieren sie das Immunsystem, beeinflussen die Fließeigenschaft des Blutes positiv und beugen so einer lebensbedrohlichen Thrombose vor.

Sulfide hemmen das Wachstum von Bakterien, sie verhindern dass im Magen Bakterien Nitrat in Nitrit umwandeln, woraus dann im nächsten Schritt die sehr stark krebserregenden Nitrosamine entstehen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die gesundheitsförderente Wirkung sich am besten roh entfaltet, denn ein Großteil der Wirkstoffe wird durch Hitze zerstört.

Die Formen und Farbenvielfalt, sowie das Sortenspektrum bei Zwiebeln ist sehr groß. Sobald im Frühjahr der Boden abgetrocknet ist, können die Zwiebeln in die Erde gesteckt werden, so etwa ab März, April. Vorher sollten die Beete jedoch vom Unkraut befreit werden. Gesteckt werden die Zwiebeln im Abstand von 10 bis 20 cm, jedoch hängt der Abstand auch von den Sorten ab, so kann der Abstand zwischen den Reihen auch 20 bis 30 cm sein.

Für eine gute Mischkultur – Partnerschaft für die Zwiebeln sind Möhren, Rauke, Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Hirschhornwegerich, Erbsen Kamille, Dost und Petersilie, Knoblauch, Porrée und Schnittlauch geeignet.