Eigentlich stammt der Echte Alant Inula helenium aus dem Mittelmeerraum, aber er wird seit langem in Mitteleuropa in den Gärten als Zierpflanze kultiviert und ist von dort aus stellenweise verwildert.

Er ist eine der schönsten Blütenpflanzen aus der Familie der Kobblütler und sollte viel öfter in unseren Gärten gepflegt werden – auch wenn man ihn nicht als Heilpflanze kultivieren will. Die zahlreichen, sternförmig um den Blütenkorb angeordneten gelben Zungenblüten geben dem Alant ein unverwechselbares Aussehen. Die Blüten werden im Hochsommer zwischen Juli und September gebildet.

Majestätisch ist aber auch die Wuchshöhe der Pflanze, sie kann bis zu 2m hoch werden und damit schon fast Sonnenblumen-Niveau erreichen. Der Alant ist aber keine einjährige Sommerblume, sondern eine mehrjährige Staude.

Der Alant hat stramm aufrecht Stängel, die sich erst in der oberen Hälfte verzweigen. Die Stängel sind gefurcht und von zottigen Härchen besetzt. Die ei- bis herzförmigen Laubblätter laufen spitz zu und haben einen fein gesägten Rand. Die unteren Stängelblätter haben lange Stiele, die oberen sitzen dagegen direkt am Stängel an, wobei ihre Basis den Stängel umfasst.
Die goldgelben Blüten stehen einzeln oder in doldenförmigen Trauben. Der Blütendurchmesser liegt zwischen 6 und 7cm.

Wildvorkommen des Alants findet man auf Wiesen, entlang von hecken, an Zäunen und Gebüsch in der Nähe von Gewässerufern.

Medizinisch interessant sind allerdings nicht die Blüten des Echten Aland, sondern sein knollig verdickter Wurzelstock. Er enthält ätherische Öle, darunter bis zu 40% Inulin – eine Zuckerverbindung, welche auch von Diabetikern gut vertragen wird und sogar als Zuckerersatzstoff dienen kann. Aus dem Wurzelstock wird ein Kaltauszug extrahiert, der keimtötend und harntreibend wirkt. Zugleich stillt er Hustenreiz und wirkt auswurffördernd. Er wird bei Asthma, chronischer Bronchitis und auch Keuchhusten erfolgreich eingesetzt. Diese Medizin soll aber auch bei Magen-Darmproblemen und Menstruationsbeschwerden helfen können.

Nun auch einige Tipps zur Kultur des Alant im Garten: Man pflanzt ihn in kleinen Gruppen an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit einem nährstoffreichen und feuchten Boden. Ich selbst habe den Alant aber nur als Kübelpflanze gepflegt. Bewährt hat sich ein mittelschwerer Lehmboden. Bei längerer Trockenheit muss intensiv gegossen werden, damit der Wurzelstock nicht vertrocknet. Verblühte Stängel werden im Herbst zurückgeschnitten.
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