Minzen der Gattung sind sowohl in Europa als auch in Asien sehr beliebt, vor allem wegen ihres Duftes und Aromas. Eine Variante unserer Ackerminze ist die Japanminze Mentha arvensis var. piperascens. Andere geläufige Namen sind Nudel- und Korn-Minze. Sie hat sehr frisch fruchtiges Aroma und erinnert etwas an Schokolade im Geschmack. In Asien bereitet man aus den Blättern der Japan-Minze einen Tee, der gegen die Reisekrankheit hilft. Bei uns wird vor allem das Öl der Japanischen Minze zur Linderung bei Erkältungskrankheiten genutzt. Es ist Bestandteil von Lösungen zum Inhalieren und macht beim Einatmen die Nase frei.

Von der gewöhnlichen Ackerminze unterscheidet sich die Japanische Minze vor allem durch die eher bräunlich grünen Blätter. Die Blätter sind eiförmig mit einem leicht gezähnten Rand. Die mehrjährige Staude wird – je nach Standortbedingungen – zwischen 50 und 80cm hoch und bis zu 50cm breit. Sie hat eine dichte, buschige Gestalt. Auch diese Minze bildet Ausläufer und breitet sich rasch aus, wenn man ihr Wachstum nicht rechtzeitig eindämmt. Dazu pflanzt man sie am besten in einen Kübel. Die Pflanze braucht einen sonnigen bis halbschattigen, möglichst warmen Platz mit einem nährstoff- und humusreichen, aber durchlässigen Pflanzsubstrat. Während der Wachstumsperiode braucht die Japanische Minze reichlich Wasser, ohne dass sich im Pflanztopf Staunässe bildet.

Die Japanische Minze ist in unseren breiten nicht uneingeschränkt winterhart, deshalb braucht sie im Winterhalbjahr eine leichte Abdeckung als Schutz. Damit der Kübel mit der Erde nicht durchfriert, wird er in schützende Folie gepackt.

Die rosa Blüten erschienen im Sommer zwischen Juli und September. Geerntet wird mit und ohne Blüten zwischen Januar und Dezember. Neben der Möglichkeit, die Japanische Minze als Heilpflanze zu nutzen, kann man sie auch als Würzkraut zum Verfeinern orientalischer Gerichte u. a. nutzen.