Einst soll sie im Gepäck von Christopher Kolumbus von Südamerika nach Europa gelangt sein und den europäischen Kontinent im Nu erobert haben: Die Süßkartoffel. Das Trend-Gemüse gilt als sehr gesund und das nicht ohne Grund. Prall gefüllt mit Nähr- und Vitalstoffen ist ihre Wirkung auf die Gesundheit bei regelmäßigem Genuss angeblich phänomenal. Und ihren süßen Namen hat sie zwar von ihrem süßen Geschmack, trotzdem enthält sie nur sehr wenig Zucker und ist stattdessen reich an Vitaminen. Viele ihrer Anhänger sind Paleo- und Low-Carb-Fans, essen also kein Getreide oder grundsätzlich weniger Kohlenhydrate. Und schwören deshalb auf die Sweet Potato als Brotersatz. Süßkartoffeln schmecken dazu noch köstlich und lassen sich in vielen Varianten zubereiten. Roh oder gekocht, gegrillt oder als Pommes, schnell oder aufwändig, ob nach Art des Hauses oder exotisch. Mit der Süßkartoffel ist alles möglich. Figurbewusste wissen sie ganz besonders zu schätzen. In 100 Gramm stecken 20 Gramm komplexe Kohlenhydrate, viele Ballaststoffe und so gut wie kein Fett, bei nur 86 Kalorien. Süßkartoffeln nennt man auch Batate. Sie wachsen in der Erde, sind aber eigentlich gar keine Kartoffeln. Diese gehören zu den Nachtschattengewächsen, die Süßkartoffel jedoch zu den Windengewächsen. Im Gegensatz zur Kartoffel lässt sich die Süßkartoffel aber nicht lange lagern. Und wenn, dann niemals im Kühlschrank, sondern immer bei Zimmertemperatur. Die tolle Knolle ist sehr vielseitig und der Geschmack, der zwischen Kürbis und Kartoffel liegt, ist einzigartig. Anbei drei Rezepte mit Süßkartoffeln für euch.
Süßkartoffel à la con Cerne:
Für zwei Personen braucht ihr 500 g fertig zubereitetes Chili con carne, 4 Süßkartoffeln, geriebenen Käse, 100 g Sour Cream, Salz und Pfeffer (beides frisch gemahlen), Schnittlauch.
Und so wird es gemacht: Die Süßkartoffeln waschen und anschließend 20 Minuten in Salzwasser kochen. Mit einer Backnadel einstechen und testen, ob sie gar sind. Wenn ja, das Wasser ausschütten und die Kartoffeln auskühlen lassen. Die Süßkartoffeln längs halbieren und in einen Mantel aus Alufolie geben. Mit frisch gemahlenem Salz und Pfeffer würzen. Chili con Carne darauf geben und mit geriebenem Käse bestreuen. Die Alu-Päckchen im vorgeheizten Ofen 20 Minuten bei 150 Grad ruhen lassen. Anschließend mit Sour Cream und Schnittlauch garnieren. Vegetarier können natürlich auch fleischfreies Chili con Carne verwenden.

Tagliatelle mit Süßkartoffelsoße
Zutaten für zwei Personen: 6 kleine Zwiebeln, etwas Öl, 600 g Süßkartoffeln, 200 ml Sahne oder Milch, 400 ml Gemüsebrühe, Salz, Zucker, Pfeffer, Zimt, 200 g Tagliatelle.
So wird’s gemacht: Für die Süßkartoffelsoße eine Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden und in etwas Öl anschwitzen. Die geschälten und gewürfelten Süßkartoffeln dazugeben. Mit Brühe und Sahne begießen und weich kochen. Die Masse mit einem hohen Stabmixer pürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Mit Salz, Zucker, Pfeffer und einer Prise Zimt abschmecken. Während die Soße kocht, die Tagliatelle in gesalzenem Wasser kochen. Die restlichen Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Diese dann bei mittlerer Hitze in etwas Öl anschwitzen und schmoren. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen. Die abgegossenen Nudeln mit einer Soße mischen und mit den Röstzwiebeln auf den Tellern anrichten.

Süßkartoffel-Pommes
Zutaten für zwei Personen: 800 g Süßkartoffeln, Frittierfett, Salz, Pfeffer oder Chili
Zubereitung: Die Süßkartoffeln schälen und in gleichmäßige Scheiben und anschließend in Streifen schneiden. Je dünner, umso knuspriger werden die Pommes. Das Fett in einer Fritteuse oder in einem Topf bei 160 Grad erhitzen. Die Temperatur sollte eingehalten werden, weil sonst Brandgefahr bei Überhitzung besteht. Eventuell einen Küchenthermometer verwenden. Dann die Süßkartoffeln eine Minute im Fett blanchieren. Die Kartoffeln aus dem Fett nehmen und drei Minuten ruhen lassen. Nun den Vorgang wiederholen, bis die gewünschte Bräune und der bevorzugte Biss entstanden sind. Die Süßkartoffel-Pommes in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer oder Chili nach Belieben würzen. Dazu passt Kräuterquark mit frischen Kräutern als Dip.