Die Gattung Murraya besteht aus 11 Arten, die allesamt in Südostasien, vor allem in Sri Lanka und Indien heimisch sind. Sie gehören zur Familie der Rautengewächse.

Murraya paniculata, die Orangenraute, wird sowohl in Südostasien als auch bei uns als Zimmerpflanze gehalten, auch wenn sie als immergrüner Baum in den Tropen Höhen von mehr als 10m erreichen kann. Diese Art wurde in der Mitte des 18.Jahrhundert von dem deutschen Botaniker Johann Gerhard König entdeckt und beschrieben. Murraya paniculata ist in Ost- und Südostasien weit verbreitet. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Pakistan und Indien bis nach China und Taiwan, Indonesien, Malaysia und die Philippinen und sogar bis nach Neu-Guinea und andere Inseln Melanesiens.

Als Zimmerpflanze – oder besser im Wintergarten – gepflegt, bleibt sie aber verzweigter Zierstrauch natürlich viel kleiner. Die glänzend grünen Laubblätter sind gefiedert. Die einzelnen, eiförmigen Blattfiederchen werden bis zu 5cm lang . Zerreibt die Blätter, dann verströmen sie einen intensiven Duft nach Zitrusfrüchten – daher der Name Orangenraute oder auch Orangenjasmin.

Die Orangenraute blüht, je nach den örtlichen Milieubedingungen, zwischen April und Oktober. Mehrere der schneeweißen, glockenförmigen Blüten bilden jeweils eine sogenannte Trugdolde als Blütenstand. Auch diese Blüten duften – vor allem nach Orangenblüten. Manchmal ist der Duft so intensiv, dass es einem fast zu viel werden kann. Bereits kleine Exemplare der Orangenraute, oft nicht älter als 1 Jahr, entwickeln bereist solche duftenden Blüten. Diese Blüten können sich über mehrere Monate hin immer wieder von neuem bilden.

Dass die Orangenraute mit dem Duft ihrer Blätter und Blüten an den von Zitrusblüten erinnert, ist kein Zufall. Sie sind schließlich relativ nahe miteinander verwandt.

Name:  Orangenraute mit Blüten.jpg
Hits: 14
Größe:  15,5 KB
Blühende Orangenraute (Foto: B.navez, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 international).

Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich später die kleinen Früchten, die anfangs grünen, in reifem Zustand dunkel-orangen bis roten Früchte. Jede dieser Früchte enthält nur ein bis zwei Samen. Wegen ihrer roten Früchte wird die Pflanze gelegentlich auch Rosenjasmin genannt.

Name:  320px-Murraya_paniculata_fruits_closeup.jpg
Hits: 14
Größe:  18,4 KB
Orangenraute mit unreifen und reifen Früchten (Foto: Ianarè Sévi, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.= Unported).

Die Orangenraute braucht einen warmen und hellen Platz – allerdings nicht in der prallen Mittagssonne – und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb sollte man sie weniger als Zimmerpflanze auf der Fensterbank halten, sondern einen geeigneten Platz im Wintergarten suchen – dort findet sie eher ideale Wachstumsbedingungen.

Wenn man keinen Wintergarten zur Verfügung hat, kann man es auch mit einem Platz am Blumenfenster versuchen. Dann muss man die Pflanze aber täglich mit einem Zerstäuber mit möglichst weichem Wasser einsprühen, um die nötige Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Im Sommer kann man die Orangenraute auch ins Freie stellen, am besten an einem halbschattigen, geschützten Platz auf Balkon oder Terrasse.

Die Orangenraute ist recht pflegeleicht. Als Pflanzsubstrat kann man Zitruserde nehmen; sie nimmt aber auch mit Komposterde gemischt mit Torf oder Kokosfaser vorlieb. Wichtig ist zuunterst im Pflanztopf eine Schicht aus möglichst kalkfreiem Kies und ein Abzugsloch, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann und sich keine Staunässe im Topf bildet.

Zwischen April und Oktober wird einmal wöchentlich gegossen – möglichst mit Regenwasser, aber auch kalkhaltiges Leitungswasser wird von der Pflanze vertragen. Einmal pro Monat fügt man einen Flüssigdünger zum Gießwasser hinzu. Oder man steckt Düngerstäbchen als organischer Langzeitdünger in das Pflanzsubstrat.

Im Winter stellt man die Pflanze kühl (eine Raumtemperatur von etwa 15 Grad Celsius ist optimal) und gießt deutlich weniger. Man kann die Orangenraute aber auch das ganze Jahr hindurch warm stellen und regelmäßig weiter gießen.