Das geht ganz einfach, ist zwar etwas arbeitsaufwendig, dafür werden aber die knackigen Salate und das frische Gemüse schon zwei Monate eher geerntet. Wichtig ist, dass das Frühbeet stabil und gut isoliert ist. Vor allem müssen die Fenster ganz dicht schließen. Neben den üblichen Glas hat sich auch starke Gewächshausfolie bewährt, die über den Holzrahmen gespannt und innen zusätzlich mit einer Luftpolsterfolie isoliert wird.

Damit die Folie, belastet durch Schnee und Regen, nicht nach innen hängt, kann man sie mit einem Stahldrahtbügel, zur Not tut es auch ein bogenförmig zugeschnittenes Brett, nach oben pressen. Meist ist der Frühbeetkasten fest im Boden verankert und bleibt mehrere Jahre am selben Platz stehen. Wer seinen Kasten allerdings jedes Jahr neu aufstellt, sollte dies bereits Anfang Februar tun. Liegt Schnee, sollte dieser entfernt werden, bevor der Kasten mit geschlossenen Fenstern seinen Platz einnimmt. Die Außenstellen können mit Stroh zusätzlich isoliert werden oder mit Laub, und wenn es noch frostiger werden soll, dann nimmt man Schnee.

Sollte die Temperatur nachts weit unter Null Grad fallen, hilft eine zusätzlich angebrachte Luftpolsterfolie, Strohmatte oder ähnliches vor der Kälte. Wer Pferdemist bekommen kann, sollte diesen nehmen und ihn Mitte Februar in das Mistbeet packen.

Der lockere Oberboden - er trägt die Nährstoffe, Mikroorganismen und den wertvollen Humus - wird abgetragen und seitlich gelagert. Danach folgt der eigentliche Aushub. So eine Grube darf 60 bis 80 cm tief liegen. Der Unterboden darf nie mit dem Oberboden vermischt werden. Der überschüssige Aushub findet im Garten immer einen Platz. Wer zum ersten mal einen Frühbeetkasten aufstellt, dem sei angeraten, diesen während der Erdarbeiten an seinem endgültigen Standplatz zu belassen, damit man nur soviel Material aushebt, wie unbedingt erforderlich ist.

Am meisten Mühe bereitet der Aushub des festen, manchmal sogar steinigen Unterbodens. Schon deshalb ist es empfehlenswert, das Mistbeet über mehrere Jahre am selben Ort anzulegen. So spart man sich eine Menge Arbeit. Bodenmüdigkeit oder eine Durchseuchung der Erde mit Keimen ist so schnell nicht zu befürchten, da jedes Jahr die vorjährige Packung ausgehoben wird und auf den Kompost gegeben wird.

Die Packung selbst besteht in der Regel aus frischen, strohigem Mist, der sich stark erhitzt und den Pflanzen die wohligen Bedingungen bietet, die sie zum Wachsen brauchen. Steht kein Mist als Fußbodenheizung zur Verfügung, so kann die Packung auch aus anderen organischen Materialien bereitet werden. Frischer, unzersetzter Pferdemist gibt allerdings am meisten Wärmeenergie ab.

Damit der Wärmespeicher mindestens vier kalte Wochen lang funktioniert, benötigt man relativ viel Heizmaterial, etwa einen halben Meter hoch aufgeschichtet. Steht nicht genügend frischer Mist zur Verfügung, so kann mit Laub gestreckt werden, das als unterste Schicht eingebracht wird. Ersatzweise dient als Wärmepackung eine Mischung Laub, Stroh, Küchen – und zerkleinerte Gartenabfällen, Heureste und ähnliche Materialien, denen man eine Handvoll Gesteinsmehl beigibt. Damit der Mist sich schnell erhitzt und möglichst wenig Wärme verloren geht, muss die Packung beim Einfüllen gut fest gedreht werden. Der hohe Strohanteil schützt den Mist dabei vor allzu großer Verdichtung. Andere organische Materialien tritt man besser nicht zu fest, da sie sonst zu leicht verkleben und faulen. Damit die Fußbodenheizung richtig funktioniert, darf die Packung weder zu trocken noch zu nass sein.

Zum Abschluss wird der humusreiche Oberboden - eventuell zusätzlich mit etwas Kompost angereichert - wieder im Frühbeet, mindestens 20 cm dick, verteilt. Frischgepackte Kästen dürfen erst nach einer Woche besät und bepflanzt werden. Die freiwerdenden Ammoniakdämpfe müssen erst abziehen, denn sie würden den Pflanzen nur schaden. Besteht die Packung aus anderen organischen Materialien, sollte man ebenfalls ein bis zwei Tage warten, um den Mikroorganismen Zeit zugeben, sich zu entfalten. Um Fäulnisprozesse im Keim zu ersticken und damit die Pflanzen ausreichend Licht bekommen, sollten Sie ihren Mistbeetkasten über die Mittagsstunden regelmäßig lüften. Denken Sie auch daran, nur ausreichend belichtete Pflanzen können das aus dem Boden aufgenommene, gesundheitlich bedenkliche Nitrat zu wertvollen Aminosäuren und Proteinen umbauen. Schlecht belichtet, tiefen Temperaturen ausgesetzt müssen das Nitrat notgedrungen speichern.