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Thema: Unter Glas gezogene Jungpflanzen langsam ans Freiland gewöhnen

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Unter Glas gezogene Jungpflanzen langsam ans Freiland gewöhnen

    Pflanzen, die unter Glas, d. h. Im Gewächshaus, auf der Fensterbank oder auch im Wintergarten gekeimt sind, müssen vorsichtig an die Freilandbedingungen gewöhnt werden, bevor sie endlich an den endgültigen Platz im Garten ausgepflanzt werden können.

    Denn nach dem Wechsel vom geschützten Raum ins Freiland sind die Pflanzen einer intensiveren Lichteinstrahlung, anderen Luft- und Bodentemperaturen und Wind ausgesetzt. Ein abrupter Milieuwechsel würde ein echter Kulturschock bedeuten, die Jungpflanzen können welken, Sonnenbrand bekommen, das Wachstum völlig einstellen oder unter Umständen sogar eingehen.

    Also muss man sie langsam und schrittweise an die neue Umwelt gewöhnen. Das gilt nicht nur für selbstgezogene Pflanzen, sondern auch für von Gärtnereien gekaufte, die in den allermeisten Fällen – egal ob Blumen, Gemüse oder Staudenpflanzen – in der Regel aus dem Gewächshaus stammen.

    Die meisten Pflanzen kann man zum Abhärten zum ersten Mal im April und Mai nach draußen stellen. Bei frostempfindlichen und nicht winterharten Pflanzen sollte man damit vorsichtshalber bis nach den Eisheilgen warten.

    Der erste Platz im Freien sollte im Halbschatten liegen und vor Wind und Regen gut geschützt sein. Z. B. auf einem überdachten Balkon oder einer Terrasse. Am ersten Tag sollte der Aufenthalt im Freien für die Jungpflanzen nur eine Stunde dauern. Das wird dann von Tag zu Tag um eine Stunde gesteigert, bis der Abhärtungsprozess nach etwa 1 ½ Wochen abgeschlossen ist und die Pflanzen dann ganztags und endgültig im Freien bleiben. Wenn Spätfrost droht, müssen sie mit einer Noppenfolie oder Plastikplane abgedeckt werden.

    Während dieses gesamten Übergangsprozesses muss die Pflanzen regelmäßig gegossen werden. Gedüngt wird aber erst zum ersten Mal, wenn die Pflanzen am endgültigen Platz gut Wurzeln geschlagen haben.

    Etwas einfacher ist dieser Abhärtungsprozess zu handhaben, wenn man ein Frühbeet dafür zur Verfügung hat. Ein solches Frühbeet ist normalerweise unten offen, hat also keinen eigenen Boden und liegt direkt dem Gartenboden oder Rasen auf. Der Deckel ist durchsichtig aus Glas oder Kunststoff und lässt sich in verschiedenen Anstellwinkeln öffnen. Das Frühbeet nimmt bei halb geöffnetem Deckel tagsüber Wärme auf und speichert sie und gibt sie dann nachts langsam wieder ab. Damit die Lichteinstrahlung an den ersten Tagen nicht zu intensiv und ungewohnt für die Pflänzchen ist, legt man eine Schilfmatte oder etwas Ähnliches zum Abschatten und Schattieren auf den Deckel des Frühbeetkasten. Der Deckel bleibt von Tag zu Tag etwas länger geöffnet.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Muhkübchen
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    Dazu eine Frage: Welche Pflanzen müssen denn nun wie abgehärtet werden und wann? oder ist das für alle egal. Ich habe vor allem Zimmerpflanzen, die im Frühjahr auf unseren großen, nicht überdachten Balkon sollen, außerdem Kübelpflanzen, die eigentlich bald wieder ins Freie sollten.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Also Zimmerpflanzen müssen auf jeden Fall abgehärtet, also langsam an die Freilandverhältnisse gewöhnt werden. Dazu müssen sie im Schatten, wind- und regengeschützt stehen – also am bestens auf einen überdachten Balkon stellen. Und zwar erst ab Mitte Mai oder nach den Eisheilgen. Dann werden sie über einen Zeitraum von etwa 1 ½ bis 2 Wochen täglich eine Stunde länger in die Sonne gestellt. Danach können sie zum Beispiel in einen Balkonkasten ausgepflanzt werden. Während der Umgewöhnungsphase haben die Zimmerpflanzen einen höheren Wasserbedarf – also täglich gießen. Und beim Umpflanzen in den Balkonkasten in frische, unverbrauchte Blumenerde setzen und mit einem organischen Langzeitdünger versorgen.

    Kübelpflanzen, die zum Überwinter an einem hellen, kühlen, aber frostgeschützten Platz standen, kann man von den nächsten 2 Wochen an einen vor Wind und Sonne geschützten Platz stellen, und zwar ab Anfang Mai. Dann rückt man sie Tag für Tag ein Stückchen näher an einen sonnigen Platz. Bei Kübelpflanzen, die in der Garage überwintert haben, lässt man einfach das Garagentor jeden Tag ein wenig länger offen.

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