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Thema: Kein Winter ohne Chinakohl

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Peggy
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    Kein Winter ohne Chinakohl

    Der Chinakohl aus Asien fühlt sich auch in europäischen Gärten sehr wohl. Man nennt ihn auch Blätterkohl. Der Chinkohl stammt aus dem Reich der Mitte und hat dort eine ähnliche Bedeutung wie in unseren Breiten der Weißkohl. Botaniker vermuten, dass der Zahn des weißen Drachens, wie die Chinesen diese Kohl nennen, vor etwa 150 Jahren aus einer Kreuzung einer asiatischen mit einer europäischen Kohlart entstanden ist, und zwar des Pak Choi mit der Speiserübe.

    Mit Missionaren gelangte der Lieblingskohl der Chinesen im 18. Jahrhundert erstmals nach Europa, doch der großflächige Anbau scheiterte zunächst am gemäßigten europäischen Klima. Erst in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als angepasste Züchtungen auf den Markt kamen, ergatterte sich der Chinakohl einen Platz in den heimischen Gärten und der europäischen Küche.

    In seiner ostasiatischen Heimat gilt der Chinakohl als zweijährig, im kühleren gemäßigten Klima Mitteleuropas wird er jedoch nur als einjähriges Gemüse kultiviert. Denn als Langtagspflanze reizen den Exoten lange Sommertage, seine kräftig gelben Blütenanlagen zu entwickeln. Um das zu verhindern, hat der Chinakohl hierzulande erst in der zweiten Jahreshälfte seinen zweiten Auftritt auf den Beeten, wenn die Tage wieder kürzer werden und die Schossgefahr vorüber ist. Es gibt jetzt ja auch einige schossfestere und raschwüchsige Züchtungen, die sich für den Frühanbau eignen.

    Der Chinakohl sieht fast aus wie der Zuckerhut aus Brasilien, oder er ähnelt auch dem Römersalat. Die 30 bis 60 cm langen, von Rippen durchzogenen und am Rand gekrauste Blätter schließen sich zu einem ovalen Kopf zusammen, der im Gegensatz zu anderen Kohlsorten nur von einem sehr kleinen Strunk zusammen gehalten wird. Die Außenblätter variieren je nach Sorte von Gelb bis Dunkelgrün, während das Herz gelblich weiß gefärbt ist.

    In seinen Standortsansprüchen ähnelt der Chinakohl seinen Verwandten aus der Familie der Kohlgewächse. Tiefgründige, lehmige und humöse Böden mit der Eigenschaft, gut Wasser und Nährstoffe zu halten, das bevorzugt der Chinakohl gegenüber sandig–leichten Böden. Ein hoher Kalkgehalt fördert außerdem das gesunde Wachstum der Köpfe. Wo solche günstigen Bodeneigenschaften nicht vorhanden sind, muss mit reichlich Kompost oder abgelagerten Mist, Kalkgaben und regelmäßigen Gießen ein Ausgleich geschaffen werden. Für eine üppige Ernte sorgt ein sonniger Platz, denn Chinakohl ist sehr wärme-liebend.

    Obwohl er die Wärme liebt, verträgt er auch leichte Fröste und zwar ausgewachsen bis zu 5° C, was das Ernten bis in den November hinein ermöglicht. Als Vorfrüchte haben sich frühe Buschbohnen, Möhren und Erbsen, Kopfsalat oder Spinat bewährt. Um der gefürchteten Kohlhernie vorzubeugen, ist bei der Fruchterfolge vordringlich darauf zu achten, dass mindestens vier Jahre lang kein Kohlgewächs auf dem gleichen Beet stand. Chinakohl ist ein Starkzehrer, der viele Nährstoffe benötigt. Zu einem guten Start verhilft es diesem Kohlgewächs, wenn man vor dem Pflanzen reichlich Kompost als auch Hornmehl mit in den Boden einarbeitet.

    Mitte Juli bis Anfang August wird der Chinakohl ausgesät. Ihn früher auszusäen, das bringt nichts; Denn dann neigt er zum Schossen und später bilden unter Umständen keine geschlossenen Köpfe bis zum Herbst. Die Mengen, die im Hausgarten benötigt werden, lassen sich leicht in einem Blumentopf oder in einer Saatschale anziehen. Nach zwei bis drei Wochen können die Pflänzchen dann in das Beet ausgepflanzt werden. Und zwar in Abständen von 40 cm zwischen den Reihen und 30 cm zwischen den Pflanzen. Damit der Chinakohl den Sommer gut übersteht, immer bei heißem, trockenem Sommertagen reichlich gießen.

    Ende September können schon die ersten Chinakohlköpfe geerntet werden. Am besten für die Pflanzen ist es, wenn sie wegen der ersten Nachtfröste, auf dem Beet aufgehoben werden, so können sie nach Bedarf geschnitten werden. Um einen Vorrat für den Winter anzulegen, nimmt man die ausgewachsenen Pflanzen einfach ganz vorsichtig samt dem Wurzelballen aus der Erde, entfernt alle welken Blätter und schlägt die Pflanzen in einem kühlen Keller in feuchtem Sandboden ein. So können die Pflanzen mehr als zwei Monate erhalten bleiben. Die optimale Lagertemperatur sollte bei 1 bis 3°C liegen.

    Chinakohl ist so mild im Geschmack, äußerst kalorienarm, sehr leicht verdaulich, er gibt keine Blähungen - das ist genau das Richtige für kohlempfindliche Personen und Linienbewusste. Er wird meist roh als Salat, er kann aber auch als Gemüse zubereitet werden. Er schmeckt vorzüglich zu Fisch und Fleischgerichten, und gefüllt mit Reis ist er auch schmackhaft. Dank seines dezenten Geschmacks eignet er sich hervorragend für süße Salatvariationen kombiniert mit Apfelstückchen, Ananas, Mandarinen und Kiwis. Knackig frisch bleibt er in Folie gewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt über eine Woche lang. Im Eisschrank lassen sich die Blätter ca. 6 Monate aufbewahren, wenn man sie vor dem Einfrieren zerkleinert und kurz blanchiert.

  2. #2
    Neuer Benutzer
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    Danke für den äusserst interessanten Beitrag. Kann man denn auch Eintopf aus Chinakohl machen?

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