Die Chinabeere ist auch unter dem Namen Spaltkörbchen, Nördliche Bärentraube, Vitalbeere oder Chinesischer Limonenbaum bekannt. Das rankende Gehölz (Schisandra chinensis) klettert bis zu 10 m hoch. Von Mai bis Juni erscheinen duftende, cremefarbene Blüten, die zu roten Beeren heranreifen. Sie stammt aus dem nördlichen Asien: Wu Wei Zi, die fünf Aroma-Beere, heißen die Früchte in China.

Ihr Fruchtfleisch und ihre Schale schmecken sauer und süß, die Kerne sind leicht scharf, bitter und salzig. Diese fünf Aromen werden in China den Elementen Erde, Holz, Metall, Feuer und Wasser zugeordnet. Die Chinesen glauben, dass ein Gericht mit den 5 Aromen der Gesundheit besonders förderlich sei. Die Chinabeere kann man frisch vom Strauch essen, getrocknet oder zu Sirup, Saft und Gelee verarbeiten.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dienen die Beeren seit über 2000 Jahren als Heilmittel, zum Beispiel für Husten, Asthma und der Verdauung, außerdem sind sie Bestandteil vielet Stärkungstränke. Die Beeren enthalten neben reichlich Vitamin C und anderen wertvollen Stoffen Lignane. Diese wirken im Körper ählich wie das Hormon Östrogen. Laut chinesischen Studien regenerieren die Schisandra - Lignane die Leber sogar nach Schäden durch Hepatitisviren oder Alkoholmissbrauch.
Ähnlich wie Ginseng verbessern die Beeren Antriebskraft und Ausdauer, vertreiben die Müdigkeit und Niedergeschlagenheit.

Die Pflanze mag eine Platz mit Sonne oder Halbschatten, außerdem mag sie einen nahrhaften, durchlässigen, leicht sauren Boden. Der Standort sollte nicht zu trocken und auch nicht zu heiß sein. Die Chinabeere ist frosthart, der Austrieb leidet aber manchmal unter den Spätfrösten. Am liebsten ranken sich die Triebe an senkrecht gespannten Seilen empor. Die Chinabeere ist zweihäusig, die Pflanzen tragen entweder männliche oder weibliche Blüten. Es entstehen also nur dann Früchte, wenn
im Garten männliche und weibliche Pflanzen wachsen.

Die Vitalbeere ist eine ist eine einhäusige, selbstfruchtende Zuchtsorte der Chinabeere. Die reifen, knallroten Beeren werden ab September, spätestens aber nach den ersten Nachtfrösten geerntet und frisch verzehrt. Man kann sie auch trocknen und dann zu Sirup, Saft oder Marmelade verarbeiten. 3 Monate lang täglich 3 g getrocknete Beeren essen oder täglich 1 bis 2 Blätter kauen, das soll das Immunsystem stärken.

In Russland ist der Erfrischungstee sehr beliebt, dort kennt man ihn unter dem Namen Limonik. 2 TL getrocknete Blätter oder die 3 bis 4 fache Menge frischer Blätter mit einer Tasse kochenden Wasser übergießen und zugedeckt eine Stunde ziehen lassen. Für den Beeren – Power – Tee werden 2 EL Beeren mit einem Liter kochendem Wasser übergossen und dann mehrere Stunden ziehen lassen. Oder die Beeren über Nacht einweichen und am nächsten Tag 20 Minuten köcheln lassen. Die abgeseihten Beeren kann man ebenfalls essen, sie enthalten noch alle Inhaltsstoffe, die nicht wasserlöslich sind.