In dieser Jahreszeit halten die meisten Pflanzen ihren Winterschlaf. Damit nicht alles so kahl und öde aussieht in den Gärten, erwachen die Winterblüher, sie bringen Leben und Farbe in die Gärten. Der auffälligste Winterblüher ist zweifellos der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum). Er blüht von Januar bis April. Zur Familie der Ölbaumgewächse gehört der Jasmin und man kann ihn sowohl als Kletterpflanze als auch als Hängepflanze kultivieren.

Wenn der Winterjasmin als Kletterpflanze den Garten verschönern soll, braucht er ein Spalier, an dem er hochklettern kann, es kann auch ein anderer Strauch sein. Die Pflanze ist ein Spreitzklimmer und daher besitzt der Winterjasmin keine echten Haftorgane, und so klammert er sich mit den Seitenzweigen fest. Sehr dekorativ wirkt er als Hängepflanze an einer Gartenmauer zum Beispiel. Man hat es auch leicht mit der Pflege, denn hohe Ansprüche stellt dieser Winterblüher überhaupt nicht. Darüber hinaus schätzt die Pflanze einen leicht kalkhaltigen Boden.

Sein idealer Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, da fühlt er sich pudelwohl. Obwohl er winterhart ist, macht ihm starker Frost ziemlich zu schaffen, die Blüten leiden sehr darunter. Doch die Knospen können minus C° sehr gut überstehen. Günstig für den Winterblüher ist eine windgeschützte Stelle im Garten. Wer ihn in einem Kübel gepflanzt hat, sollte das Pflanzgefäß mit einem Vlies über den Winter umwickeln.

Wer im nächsten Winter einen Winterjasmin im Garten haben möchte, sollte ihn am besten im Frühjahr pflanzen, dann blüht er auch im nächsten Winter schon. Da der Winterjasmin nur an einjährigen Trieben blüht, sollten diese nach der Blüte etwa auf ein Fünftel zurückgeschnitten werden. Der Winterblüher wirft wie alle andern Bäume und Sträucher im Herbst seine Blätter ab, und so stehen die Blüten dann an nackten Zweigen. Doch die Blüten sind auch gelb-grün und so wirken sie als ob sie immergrün wären.

Will man den Winterjasmin vermehren, ist das ziemlich einfach – und zwar mit Hilfe von Absenkern. Wenn ein Trieb am Boden liegt, bildet er rasch neue Wurzeln. Will man ihn nun vermehren, so muss er später von der Mutterpflanze getrennt werden. Eine andere Methode wäre, dass man den Trieb mit einem scharfen Messer an der Unterseite ca. 2 cm lang anschneidet, aber nur nicht zu tief einschneidet. Jetzt gräbt man eine kleine Mulde, füllt diese mit Komposterde und steckt den Trieb dahinein, damit er anwurzeln kann.