Wenn es im Herbst regnerisch und feucht, aber noch warm ist, bildet sich manchmal auf der Schale von Äpfeln, aber auch anderen Früchten wie z. B. Birnen auffällige Fleckenmuster. Erreger dieser Regen- und Russflecken ist der Pilz Phyllachora (syn. Gloeodes) pomigena. Bei feucht-warmem Wetter bildet er auf der Schale der Frucht viele, kleine, in regelmäßigen Flecken verteilte Kolonien. Bei Äpfeln sind diese Flecken anfangs dunkelgrün, später werden sie fast schwarz oder schwarzbraun. Der Pilz besiedelt aber nur die Schale, das Fruchtfleisch darunter ist nicht betroffen.

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Typisches Fleckenmuster der Regenfleckenkrankheit auf Äpfeln, ausgelöst durch Pilze wie Gloeodes pomigena, in Amerika wird die Pflanzenkrankheit sooty block and flyspeck genannt (Foto: Wuerzele, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International).

Die Regenfleckenkrankheit ist also vor allem ein ästhetisches Problem. Das Fruchtfleich – selbst direkt unter den Flecken der Schale – ist nicht betroffen, das Aroma des Apfels ist unbeeinträchtigt und diese Äpfel sind genauso haltbar wie andere, nicht vom Pilz befallene Äpfel.

Natürlich lassen sich solche Äpfel kaum verkaufen. Wie kann man dem Pilzbefall vorbeugen? Zum Beispiel indem man die Äpfel oder Birnen im Spätsommer oder Frühherbst innerhalb einer Periode trockener Tage vom Baum erntet. Denn der Pilz benötigt, um sich erfolgreich auf dem Obst ansiedeln zu können, vor allem Feuchtigkeit. Und auch wenn man völlig gesund aussehende, unbefleckte Äpfel an Regentagen erntet, können die nassen Äpfel auch im Keller vom Pilz befallen werden und diese hässlichen Flecken bekommen. Außerdem kann man im Sommer die Baumkronen etwas auslichten, dann trocknet das Obst schneller an der Luft ab. Schwefelhaltige als Fungizide wirksame Spritzmittel sind – wenn überhaupt – nur im gewerblichen Obstanbau erlaubt, für den Hobbygarten kommt also nur die genannten Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Pilzbefall infrage.