Es dürfte sich inzwischen längst herumgesprochen haben: heutzutage gräbt man den Boden nicht mehr spatentief um, sondern bearbeitet ihn nur vorsichtig an der Oberfläche. So zerstört man nicht die natürliche Bodenstruktur und die Lebensgemeinschaft der zahlreichen Bodenorganismen – des Biogärtners fleißige Helfer – werden nicht gestört. Und der beste Zeitpunkt, den Boden zu bearbeiten, ist kurz der Einsaat oder dem Setzen von Jungpflanzen – egal ob es sich um Gemüse und Küchenkräuter oder Zierpflanzen handelt.

Denn bevor ausgesät oder ausgepflanzt wird, wird der Boden mit einem organischen Langzeitdünger versorgt. Das kann frischer Humus, reifer Gartenkompost oder gut verrotteter Stallmist, Steinmehl oder zur Not auch, wenn man keinen eigenen Dünger zur Verfügung hat, ein organischer Dünger aus dem Gartenhandel.

Welcher Dünger auf welches Beet kommt, das hängt auch davon ab, ob dort Stark-, Mittel-oder Schwachzehrer ausgesät oder angepflanzt werden sollen. Hornspäne, Knochen- und Blutmehl oder verrotteter Stallmist werden in ein Beet eingearbeitet, in dem Starkzehrer kultiviert werden sollen. Für Mittelzehrer eignet sich eher Gartenkompost. Sollen Jungpflanzen angebaut werden, dann wird er Dünger breitwürfig und dünn auf dem Beet ausgestreut; soll ausgesät werden, dann streut man den fein gesiebten Dünger in die vorbereiteten Saatrillen.

Gesteinsmehl ist eigentlich kein Dünger, sondern sorgt für eine verbesserte Aufnahme von Nährstoffen durch die Pflanzenwurzeln und enthält außerdem wertvolle Spurenelemente. Das Steinmehl wir mit dem Kompost vermischt und dann in die Saatrillen gestreut.

Den Boden darf auch deshalb nicht zu tief lockern, damit man die natürliche Kapillarwirkung des Bodens für die aufsteigende Flüssigkeit nicht zerstört wird. Alle Düngersorten werden deswegen, nachdem der Boden mit dem Sauzahn gelockert wurde oder dem Bodenkrümler zerkrümelt worden ist, nur oberflächlich eingearbeitet, aber gut mit der Bodenkrume vermischt. Ist die obere Bodenschicht stark verklumpt, dann muss erst einmal gesiebt und dann mit Kompost und Humus gemischt werden.