Die Büsche und Hecken, die im Winter an sehr gut befahrenen Straßen wachsen, haben es im Winter nicht gerade leicht. Denn sie leiden unter dem Streusalz. Jeder hat sicher schon mal eine verbräunte Nadelhecke an einer verkehrsreichen Straße gesehen. Leider werden diese Pflanzen nie wieder grün. Es gibt Schutzfolien aus Kunststoff, die Pflanzen vor den Einflüssen von Streusalz schützen. Doch das ist nicht gerade attraktiv, wenn man als Grundbesitzer eine Plastikfolie über die Büsche spannt. Leider sickert das Salz trotzdem in die Erde und macht den Pflanzen das Leben schwer, ob mit oder ohne Plastikfolie. Wer eine Hecke an einer sehr stark befahrenen Straße pflanzen möchte, sollte den Boden auf Streusalz untersuchen lassen. Denn schon bei einer sehr geringen Menge an Salz, die vielleicht bereits vor Jahren, in die Erde gewaschen wurde, gedeihen leider weder Fichten, Azaleen, Rhododendren, Lebensbäume oder Scheinquitten. All diese Pflanzen vertragen nämlich überhaupt gar kein Salz in der Erde. Robust sind aber Gehölze, die es von Natur aus gewohnt sind, in salzigen Böden zu wachsen. Das sind Gehölze, die in Küstenregionen zuhause sind. Dazu gehören etwa der Sanddorn, die Kartoffelrose und der Erbsenstrauch. Auch die Berberitze, Schneebeere, der Feuerdorn, Holunder und der Feldahorn vertragen problemlos recht hohe Mengen an Salz und auch an Abgasen. Die letzten drei Gehölze wachsen aber sehr rasch. Darum sind sie für Hecken, die ja geschnitten werden müssen, wenig geeignet. An Straßen, auf denen Salz gestreut wird, solltet ihr mit erhöhten Randsteinen oder kleinen Mauern dafür sorgen, dass das Salz nicht in den Garten gewaschen wird. Und selbstverständlich ist Salz auf allen Wegen und Stellen im eigenen Garten tabu.