Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Der Schwarze Schneckenjäger – ein unauffälliger, aber konsequenter Schneckenvertilger

Empfehlungen aus unserem Floristik-Shop

Dekosteine 9mm - 13mm Violett 2kg
3.93 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Pfeffer- und Salzstreuer Set 9,5cm
2.86 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Stumpenkerze 60/40 Weiß 24St
15.42 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten


21.15 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Papierkordel Draht umwickelt Ø0,8mm 22m Silber
4.46 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Gießkanne Ø5,5cm H5,5cm 12St. Zink glänzend
14.01 €

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
    Registriert seit
    04.09.2012
    Ort
    Hoheneiche, Hessen, Germany, Germany
    Beiträge
    462

    Der Schwarze Schneckenjäger – ein unauffälliger, aber konsequenter Schneckenvertilger

    In der Familie der Aaskäfer gibt es einen recht unscheinbaren, unauffälligen Gesellen, der aber unter Umständen sich im Garten als nützlicher Helfer entpuppen könnte: Das ist Phosphuga atrata, der Schwarze Schneckjäger. Er ist nur wenig mehr als 1cm lang, pechschwarz und eher flach als hochrückig. Aber mit seinem abgeflachten Körper und dem schnauzenförmig verlängerten Kopf ist er optimal ausgerüstet, seine Lieblingsspeise - und das sind Schnecken aller Art – zu verfolgen und zu erjagen.

    Name:  634px-Silpha_atrata.jpg
Hits: 46
Größe:  86,1 KB
    Im Bild ein schwarzes Exemplar des Schneckenjägers (Foto: Sandy Rae, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported), Es gibt nämlich gelegentlich auch dunkelbraun gefärbte Exemplare.

    Denn sowohl der Käfer selbst, als auch seine Larven sind sehr erfolgreiche Schneckenjäger. Mit dem flachen Körper kann er sich selbst in enge Felsspalten und zwischen Steine hindurch zwängen, sodass die anvisierte Schnecke kaum eine Chance hat, sich vor ihm in Sicherheit zu bringen. Und mit dem schnauzenförmigen Kopf kommt er an die Schnecke heran, selbst wenn sie sich in ihr Gehäuse zurückzieht. Er tötet seine Opfer mit einem gezielten, giftigen Biss seiner Mundwerkzeuge, wartet bis die Schnecke verschleimt und sich aufzulösen beginnt, um dann die Weichteile der Schnecke aufzufressen.

    Und dieser Schwarze Schneckenjäger ist gar nicht selten. Er lebt verstreut in Waldgebieten, an Waldrändern und auf Wiesen, und selbst im Garten kann man ihn gelegentlich finden. Und wenn er nicht gerade nachts auf Schneckenjagd geht, dann halten sich der Käfer und seine Larven tagsüber in feuchtem Laub, unter Baumrinde und Totholz oder im Moos versteckt. Auch die Larven des Schneckenjägers sind flach gebaut und vollständig schwarz gefärbt. Am Ende der Larvenzeit ziehen sie sich in den Boden zurück, wo sie sich verpuppen.

    Gibt es eine Möglichkeit, diesen Schneckenjäger im Garten anzulocken und gezielt zu fördern, damit er uns auch bei der Bekämpfung der ungeliebten Nacktschnecken hilft? Er frisst nicht nur Schnecken, sondern auch Regenwürmer oder andere Insekten. Und wenn er sich angegriffen fühlt, sondert er eine gelbe, stinkende Flüssigkeit aus – also den Käfer nicht bloßen Händen anfassen.

    Vielleicht werde ich mal im kommenden Frühjahr auf die Jagd nach Schneckenkäfern gehen, bzw. ihn mit Schnecken in einer Lebendfalle anlocken, um ihn vielleicht im Terrarium zu züchten und dann als Nützling im Garten konsequent gegen Schnecken im Gemüsebeet einzusetzen. Mal sehen, ob das klappt. Wenn ja, dann werde ich darüber hoffentlich in einigen Monaten erfolgreich berichten können.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
    Registriert seit
    02.09.2013
    Beiträge
    288
    Große Laufkäfer sind die besseren Schneckenjäger

    Also, ich halte das für vergebliche Mühe, diesen Schneckenjäger suchen, einzufangen, nachzuzüchten und dann auf Schneckenjagd im Garten zu schicken. Diese Käfer sind viel zu klein, um die großen Nacktschnecken zu überwältigen und zu töten. Sie machen sich bestenfalls an kleine Gehäuseschnecken heran, und die sind ja keineswegs immer Schädlinge.

    Weitaus bessere (Nackt-)Schneckenjäger sind die großen Laufkäferarten, wie der Goldlaufkäfer, der Goldglänzende Laufkäfer und der Lederlaufkäfer. Alle drei haben auch Nacktschnecken in ihrem Beuteschema. Sie sind sehr agil, einige sind tag-, andere nachtaktiv – ständig auf der Suche nach Beuetieren. Sie können auch Nacktschnecken überwältigen, mit einem gezielten Biss ihrer kräftigen Oberkiefer zu töten, dann gaben sie ein Verdauungssekret ab, welches die Opfer langsam verflüssigt und auflöst, sodass sie es aus- oder aufsaugen können. Solche ein bis zu 4cm langer Laufkäfer kann täglich das Dreifache seines eigenen Körpergewichtes erbeuten. Und alle drei genannten Laufkäferarten sind auch regelmäßige Gäste in unseren Gärten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man diese Laufkäfer einfangen, nachzüchten und dann gezielt auf Schneckenjagd zu schicken. Denn sie können nicht nur ihre Beutetiere beißen und ihr Biss kann recht schmerzhaft sein. Und wer einmal versucht hat, einen Laufkäfer mit der Hand einzufangen, der lässt es künftig. Die Laufkäfer scheiden, wenn sie sich angegriffen und in die Enge getrieben fühlen, aus einer Hinterleibdrüse ein gelbes, sehr über riechendes Sekret aus; und den Geruch wird man so schnell nicht wieder vergessen.

  3. #3
    Danke für die Tipps!

Benutzer, die dieses Thema gelesen haben: 2

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Floristik21 Geschäftskunden Online Shop