Das Blattwerk von Eiche, Walnuss, Kastanie und Co verrottet zu wertvollen Kompost. Es dauert zwar so seine Zeit, bis die Blätter verrottet sind, doch Sie haben dann den wohl besten Kompost, den man sich denken kann. Es lohnt sich die vielen im Herbst anfallenden Blätter aus dem Garten zu kompostieren. Mit dem bunten Blattwerk kehrt ein großer Teil der Nährstoffe, welches die Bäume während des Jahres verbraucht haben, wieder zum Boden zurück. Sie sind gebunden in der organischen Masse, auf die die Bodenlebewesen schon gierig warten und zu neuer Pflanzennahrung verarbeiten.

Natürlich und pflegeleicht ist es, das Laub unter Bäumen und Sträuchern oder die Nadeln unter Koniferen als wärmende und nahrhafte Decke liegen zulassen. Darunter bleiben die Mikroorganismen auch während des Winters fleißig. Die Blätter sollten jedoch von Blumenwiesen, Rasenstücken, niedrigen und polster-bildenden Stauden entfernt werden, sonst beginnt es darunter zu faulen. Wer einen Gartenteich hat, sollte rechtzeitig auch vom Teich die Blätter abfischen, bevor sie auf den Grund sinken.

Bevor das Laub als dünne Mulchschicht unter Sträucher, Beerensträucher, auf Baumschichten und zwischen den Erdbeerreihen verteilt wird, muss es erst trocken sein. Große Blätter zersetzen sich schneller, wenn man sie durch den Häcksler laufen lässt oder mit dem Mäher drüber mäht. Laub kann man auch prima zu Kompost verarbeiten und zwar von allen Laubbäumen und Nadelbäumen. Jedoch von befahrenen Straßen und Ballungsräumen sollte man lieber kein Falllaub zum Kompostieren zusammenkehren, denn der erhöhte Schwermetallgehalt in diesen Blättern kann den Gartenboden großen Schaden zufügen.

Manches Laub gilt als problematisch, weil es sehr hart und viel Gerbsäure enthält, daher verrottet solches Laub langsam. Die Blätter von Kastanie, Walnuss, Eiche, Birke und Pappel zählen dazu. Aber auch Nadeln von Kiefern und Fichten gelten als schwer auf schließbar, sie sind nämlich mit einer stabilen Wachsschicht überzogen, von der alles Wasser abperlt. Das Schnittgrün der Thuja verteilt man kleingehäckselt unter den "Lieferanten", aber auch wie alle anderen Blätter und Nadeln gibt man es in kleinen Mengen zum üblichen Hauskompost.

Am wertvollsten wird der Kompost je mehr Laub von verschiedenen Baumarten man daruntermischt. Achten muss man vor allem darauf das man das Problemlaub mit viel Falllaub von Apfelbäumen, Steinobst, Eschen, Ahorn, Linden sowie das Blattwerk von Ziergehölzen gut miteinander vermengt. Laub ist sehr trocken, nährstoffarm und strukturreich.