Wenn Frühkartoffeln, Salate und die ersten Kohlrabi in die Küche wandern, ist auf den Beten Platz für die nächste Gemüse–Generation. Zum Beispiel für die Winterendivien: Kommen die Samen aber zu früh in die Erde, dann blühen Winterendivien sehr rasch. Am besten man wartet deshalb, bis der längste Tag kommt (das ist bekanntlich der Tag der Sommersonnenwende, am 21. Juni), und sät sie dann bis Mitte Juli aus. Die Sämlinge werden nach dem Auflaufen vereinzelt auf einen Abstand von 40 x 40 cm. Die besten Sorten der Winterendivien sind Escariol, Eros und Bubikopf.

Radicchio, Zichorinsalat und Zuckerhut sind moderne Sorten und so gut wie schossfest. Sie werden bis Mitte Mai an Ort und Stelle gesät, denn mit ihren Pfahlwurzeln lassen sie sich nur schwer verpflanzen. Radicchopflanzen werden mit einem Abstand von jeweils 20 x 20 cm gepflanzt. Zichorinsalat und Zuckerhut brauchen dagegen bereits Pflanzabstände von jeweils 30 x 30 cm gepflanzt, damit sie sich später voll entwickeln können.

Wie Rettich und Radieschen brauchen auch Kohlrabi eine gleichmäßige Feuchtigkeit, um zarte Knollen zu bilden. Die meisten Sorten können bis Anfang Juli gesät werden, ausgenommen einige Riesensorten wie Superschmelz oder Gigant.

Für die Aussaat von Kopfkohl ist es im Juni schon zu spät. Einige Sorten von Blumenkohl und Brokkoli reifen jedoch noch aus, wenn sie bis Mitte Juli gesät und die Jungpflanzen später auf 50 x 50 cm ausgedünnt werden. Häufige Sorten sind für Blumenkohl: Erfurter Zwerg, Walcheren Winter 5, Rosalind, Minarett, und vom Brokkoli: Futura und Marathon.

Buschbohnen reifen selbst dann noch aus, wenn sie erst Ende Juli gesät werden, in einem Abstand von 40 bis 40 cm. Beliebte Sorten der Buschbohnen sind Nassau, Saxa und Maxi.

Kopf-, Schnitt- und Pflücksalate:
Bei Kopfsalaten nimmt man am besten Sommersorten, weil diese bei kalten Tagen nicht zur Blüte angeregt werden. Salate schossen außerdem, wenn sie direkt ins Beet gesät, also nicht mehr verpflanzt werden. Bei Temperaturen über 20 °C keimen die meisten Salate schlecht. Ein alter Gärtnertrick: Die Erde zum Kühlen vor und nach der Aussaat wässern und die Reihen mit Vlies beschatten.

Fenchel:
Für den besten Aussaatzeitpunkt gilt das gleiche wie für Winterendivien. Damit Fenchel nicht vorzeitig blüht, benötigen die Sämlinge gleichmäßige Feuchtigkeit. Die Pflanzen werden auf 30 x 30 cm vereinzelt. Bekannte Fenchel-Sorten sind Rondo und Selma.

Möhren:
Sommersorten können bis spätestens Ende Juni noch unter die Erde. Lagersorten reifen langsam und müssen schon Ende Mai gesät werden und mit einem Abstand von 5 cm. Um auszureifen, vertragen sie kein Gedränge.

Zuckererbsen:
Die zarten Hülsen der Zuckererbsen sind schon nach 8 Wochen erntereif, und zwar dann, wenn sie bis Mitte Juli in die Erde kommen. Bekannte Sorten sidn Zuccola und der Frühe Heinrich.