Der Staudenknöterich Fallopia japonica, auch Japanischer Staudenknöterich genannt, gehört bei vielen Bio–Erwerbsbauern als wirksames Mittel um Mehltau-Befall vorzubeugen. Dieser Staudenknöterich gehört zum festen Sortiment biologischer Pflanzenschutzmittel, wenn es um Echten Mehltau geht, egal ob bei Gurken, Tomaten oder Feldsalat. Leider ist er bei den Hobbygärtnern in Vergessenheit geraten ist und dies zu Unrecht.
Untersuchungen ergaben, dass der Pflanzenextrakt aus dem Staudenknöterich dem Befall sowohl von Echtem Mehltau als auch Grauschimmel bei Obst und Gemüse, als auch bei Zierpflanzen vorbeugen kann. Er verzögert sogar das Altern der Pflanzen und verlängert damit die Erntesaison, zum Beispiel bei Gurken.

Alpenveilchen, die mit dem Extrakt behandelt wurden, waren deutlich weniger vom Grauschimmel befallen. Begonien sind normalerweise ganz besonders oft von Mehltau-Befall betroffen. Werden sie mit dem Extrakt des Staudenknöterichs besprüht, dann wachsen sie gesund und kompakt auf. Ihre Blätter leuchten intensiv grün. Ihre Blühfreudigkeit wird gesteigert. Und die großen Blätter sitzen an kräftigen Blütenstielen.

Milsana – so heißt dieser Staudenknöterich-Extrakt - kuriert keine kranken, bereits vom Pilz befallenen Pflanzen. Sind die Pflanzen erst einmal vom Mehltau befallen, kann es nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der Staudenknöterich-Extrakt stärkt vielmehr die pflanzlichen Abwehrkräfte, dadurch können Pflanzen Pilz-Angriffe besser abwehren und länger standhalten. Deshalb muss das Mittel unbedingt vorbeugend angewendet werden.

Mehltau-Pilze sind Sommerpilze. Die vorbeugende Behandlung sollte ab Anfang Juni regelmäßig im Abstand von jeweils 7 bis 10 Tagen erfolgen. Der Knöterich-Sud schadet weder den Bienen noch anderen Nützlingen wie Schwebefliegen, Raubmilben oder Marienkäfern.

Nach dem Besprühen der Pflanzen müssen keine Wartezeiten eingehalten werden. Die Gurken oder der Feldsalat sind jederzeit für den Verzehr geeignet.

Der Sachalin-Knöterich (Reynoutria sachalinensis syn. Fallopia sachalinense) ist auf der ostasiatischen Insel Sachalin zu Hause. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts kennt man ihn auch in Europa, wo er zunächst als Viehfutter diente. Mit der Zeit verwilderte die Pflanze und siedelte sich vor allem am Waldrand oder an Bachläufen an. Mit ihren kriechenden Wurzelausläufern bildet sie rasch große Bestandteile, gegen die heimischen Pflanzen keine Chancen haben. Dieser Knöterich wird 3 bis 4 Meter hoch. Im Winter friert er zurück und im Frühjahr treibt er wieder aus. Der mit ihm verwandte Japanische Staudenknöterich ist deutlich geringer wirksam gegen Mehltau als der Sachalin-Knöterich.