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Thema: Die Gelbwurzel Kurkuma – ein Ingwergewächs

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Die Gelbwurzel Kurkuma – ein Ingwergewächs

    Jeder, der einmal asiatisch gekocht oder wenigstens gegessen hat, kennt sicherlich das gelbe Gewürz namens Kurkuma. Es färbt nicht nur die Speisen intensiv gelb, sondern kann auch richtig scharf schmecken. Es ist Bestandteil des Currypulvers, welches neben Kurkuma auch Koriander, Muskat, Nelken, Zimt, Pfeffer und andere asiatische Gewürze enthält. Im asiatischen Raum bezeichnet man mit Curry übrigens Eintopfgericht; das Curry-Pulver wird dagegen Marsala genannt. Dies nur, um künftige Missverständnisse zu vermeiden.

    Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae), was man recht gut an dem Blütenstand erkennen kann, der anderen Ingwerarten ähnelt.

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    Der prachtvolle Blütenstand von Curcuma longa, dem Gelben Ingwer (Foto: H. Zell, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Kurkuma hat ihre ursprüngliche Heimat in Südostasien, wird aber heute in Plantage in China, Indien, Südostasien und anderen tropischen Regionen angebaut. Dieses Ingwergewächs wird nur zwischen 50 und 100cm hoch. Sie hat ein knollenförmig verdicktes Rhizom, aus welchem das Kurkuma-Pulver gewonnen wird. Aus diesem Rhizom wachsen die bis zu 40cm langen, leuchtend grünen Laubblätter empor. Während die Pflanze in den Tropen wohl immergrün ist, wenn sie nicht geerntet wird., sterben in unserem mitteleuropäischen Klima die oberirdischen Pflanzenteile ab, das Rhizom dient als Überwinterungsorgan und treibt im nächsten Frühjahr wieder aus.

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    Aus dem Rhizom des Gelben Ingwers wird das Kurkuma-Gewürz gewonnen (Foto: Badagnani, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported).

    Unter unseren mitteleuropäischen Klimabedingungen kultiviert man die Kurkuma-Pflanze am besten ganzjährig unter Glas, also im Wintergarten an einem hellen Platz oder im Gewächshaus. Im Sommer kann man sie aber auch als Kübelpflanze im Halbschatten einer wind- und wettergeschützten Terrasse ins Freie stellen. In jedem Fall braucht Kurkuma eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zu trocken gehalten, werden die Blätter dieses Ingwergewächses oft von der Roten Spinne befallen. Und in praller Sonne bekommen die Laubblätter leicht einen regelrechten Sonnenbrand mit dunklen Flecken. Im Herbst, wenn die Blätter abgestorben sind, muss das Rhizom in einem Kübel bei etwa 12 Grad Celsius überwintert werden und darf auch nicht mehr gegossen werden.

    Als Kübelpflanzen braucht Kurkuma ein humusreiches Pflanzsubstrat, was jedoch außerdem gut durchlässig sein muss. Denn Staunässe verträgt das Rhizom der pflanze überhaupt nicht. Das Pflanzgefäß muss deshalb ein Loch im Boden, sowie eine Dränageschicht aus Grobkies zu unterst enthalten. Darüber kommt man die Pflanzerde und zwischen Dränageschicht und Erde ein Vlies, damit die Erde mit der zeit nicht in die Kiesschicht einsickert und diese verstopft. Ich würde es mit Kokoshumus versuchen. Die zu Ziegel gepressten Kokosfasern werden in etwa 9 bis 10 Liter warmen Wasser gelöst. Das dauert etwa eine halbe Stunde, dann hat man ein lockeres, gut Wasser speicherndes und trotzdem durchlässiges Pflanzsubstrat. Damit habe ich bei anderen Pflanzen sehr gute Erfahrungen gemacht. Bis zum Herbst muss das Ingwergewächs nun regelmäßig, aber mäßig feucht gehalten werden und darf nie austrocknen. Etwa jeden Monat gibt man einen für Tropenpflanzen geeigneten Dünger ins Gießwasser. Und als Gießwasser muss man unbedingt weiches Regenwasser oder enthärtetes, chlorfreies Leitungswasser nehmen.

    Vermehren lässt sich Kurkuma vegetativ indem man das Rhizom in Stücke teilen, wobei jedes Teil wenigstens 1 bis 2 Augen haben muss, damit die Pflanzen wieder austrieben können. Diese Rhizomteile werden nur wenig mit Anzuchterde bedeckt und dann bei Temperaturen etwas oberhalb 20 Grad Celsius und hell gehalten. Damit die Luftfeuchtigkeit hoch genug bleibt, stülpt man über den Topf bis zum Austreiben eine durchsichtige Plastikhaube oder – tüte. Nach etwa 1 Monat müssten sich die ersten Blätter zeigen.

    Ob man Kurkuma wirklich bis zur Ernte der Gelbwurzel bringen kann, ist unter unseren mitteleuropäischen Kulturbedingungen fraglich. In jedem Fall kann man sich jedoch an den wirklich schönen Blütenständen erfreuen. Um das Gelbpulver zu ernten, wird das Rhizom ausgegraben, gesäubert, gekocht und dann getrocknet. Anschließend kann man das Rhizom zu Pulver mahlen. Die für das Gewürz typische, orange-gelbe Farbe nimmt beim Kochen eher noch zu.

    Kurkuma wird in Asien nicht nur zum Würzen und Färben genutzt, sondern auch als traditionelles Heilmittel bei Verdauungsstörungen, da es die Magen- und Gallensaftproduktion anregt und entzündungshemmend wirkt.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Übrigens bei von der Brasilianierin hier im Forum mit Kurkuma bezeichneten Pflanze (> forum.floristik24.de/threads/969-Kurkuma-auch-Urucum-genannt?highlight=urucum ) handelt es sich nicht um den Gelben Ingwer, sondern um den ganz anders aussehenden Anattostrauch Bixa orellana aus Südamerika, in Brasilien Urucum genannt. Da muss eine komplette Verwechslung vorliegen.

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