Heiligenkraut kennen viele Hobbygärtner als Einfassung für Beete. Die Verwandte des Heiligenkrauts, das Olivenkraut, ist hierzulande aber weniger bekannt. Schade, denn das Kraut ist nicht nur gesund und vitaminreich, sondern auch aromatisch und in der Küche ausgesprochen vielseitig. Heiligenkraut heißt botanisch Santolina chamaecyparissus. Es ist seit der Antike ein beliebtes Heilmittel. Tatsächlich bestätigt auch die moderne Forschung, dass die Pflanze entzündungshemmende Eigenschaften hat und auch zur Mottenabwehr dient. Die Pflanze hat silbergraue Zweige und feine, nadelförmige Blättchen. Der strenge Geruch ist nicht jedermanns Sache. Das würzige Olivenkraut heißt botanisch Santolina viridis und ist sehr nah mit dem Heiligenkraut verwandt. Die Blätter der Pflanze sind zartgrün und filigran. Charakteristisch ist der intensive, harzige Duft, der aus den Blättchen strömt, wenn man diese zwischen den Fingern zerreibt. Das Aroma erinnert an den Geschmack von Oliven, daher der Name des Gewürzkrautes. Olivenkraut passt hervorragend zu typischen mediterranen Gerichten wie Auberginen, Zucchini, Tomaten etc. Mit Thymian und Oregano passt das Kraut sehr gut zu Schafskäse, herzhaften Fleischgerichten und deftigen Eintöpfen. Sowohl das Oliven-, als auch das Heiligenkraut stammen aus den Ländern rund ums Mittelmeer. Deshalb bevorzugen sie warme und sonnige Plätze im Garten. Die Erde sollte trocken, mager und kalkhaltig sein. Wo es im Winter kalt ist, viel regnet, und wo der Boden schwer und lehmig ist, wachsen beide Kräuter am besten an einer Kräuterspirale oder Kräutermauer. In kalten Wintern gebt ihr auf die Pflanzen einen Schutz aus Tannenreisig und schneidet sie nach dem Winter etwas zurück. Dann steht dem mediterranen Kochvergnügen nichts mehr im Wege.