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Thema: Hochsaison für Rosenkrankheiten und – Schädlinge

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Hochsaison für Rosenkrankheiten und – Schädlinge

    Die Wetterkapriolen in diesem Sommer – zwei, drei Tage volle Sonne und heiß, dann ein Wettersturz mit sintflutartigen Wolkenbrüchen und Stürmen, dann ohne längere Übergangszeiten wieder heiß und sonnig, das ist der ideale Nährboden für viele Krankheiten und Schädlingsbefall an Rosen. So robust kann kaum eine Rosensorte sein, dass sie davon nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

    Die häufigsten Schädlinge an Rosen sind:

    Rosengallwespen – Man erkennt sie an den haarig abstehenden Kugeln, die sich an den Rosentrieben bilden. Sie werden in ausgewachsenem Zustand auch Rosenkönig genannt. Im Inneren lebt eine Larve der Rosengallwespe, die sich durch das Pflanzengewebe frisst und dann auch darin überwintert. Man schneidet diese Rosengallen einfach ab und entsorgt sie über den Restmüll. Bei mir haben sich gerade erst vor ein paar Tagen die ersten feuerrot gefärbten kleinen Gallen gebildet. Sie lasse sie mal vorerst hängen, da diese Kletterrose sowieso beim letzten Sturm mitsamt dem abgeknickten Rosenbogen umgestürzt ist und irgendwann zurecht gestutzt werden muss. Ich will einfach mal sehen, wie sich die Gallen zu großen Rosenkönigen weiterentwickeln und dies in einer Fotoserie dokumentieren.

    Blattrollwespen stechen die Rosenblätter an und legen ihre Eier am Blattgewebe auf der Unterseite ab. Man erkennt das daran, dass sie die befallenen Blätter parallel zur Mittelrippe hin zusammenrollen. In den dadurch gebildeten Blattröhren entwickeln sich die Larven der Blattrollwespe. Meist sind nur wenige Blätter betroffen; dann schneidet man die zusammengerollter Blätter ab und entsorgt sie. Das Spritzen mit Insektiziden würde hier ohnehin nur wenig nützen, da die Larven ja geschützt im Blattinneren liegen.

    Minierfliegen, ebenso wie die Miniermotten, bzw. deren Larven legen in den Laubblättern der Rosen vielfach gewundene Fraßgänge an, leicht zu erkennen an der hell gelblich-grünen hell gelb-grünen Färbung zwischen der dunkelgrünen Blattfärbung.

    Rosen-Zikaden – winzig kleine, weiße, geflügelte Insekten, und ihre Larven sitzen auf der Unterseite der Rosenblätter und saugen dort an den Pflanzenzellen. Zu erkennen ist der Befall an den weißen Sprenkeln auf den Blättern, bei stärkerem Befall werden die Blätter gelb und fallen schließlich ab. Es gibt zwar spezielle Spritzmittel z.B. auf der Basis von Neem, gewonnen aus dem Öl der Früchte des indischen Neem-Basis mit dem Wirkstoff Azadirachtin. Bei geringem Befall von wenigen Blättern reicht es aber, wenn man die befallenen Blätter abschneidet und wegwirft.

    Den Befall mit Blattwanzen erkennt man an den durchlöcherten oder zerfetzten Laubblättern. Blätter und Blütenknospen sind teilweise stark gekrümmt.

    Rosenblattläuse sind klein und hell-grün gefärbt. Sie sitzen gehäuft an den Jungtreiben und Blütenknospen, um dort Pflanzensäfte zu sorgen. Bei starken Befall verformen sich die Triebe, Blätter und Knospen.

    Spinnmilben-Befall erkennt man an den weiß-gelben Sprenkeln auf der Blattoberseite und feinen Gespinstfäden auf der Blattunterseite. Sie vermehren sich sehr rasch, wenn es trocken und warm ist. Auch hier lohnen sich Gegenmaßnahmen mit Insektiziden z. B. auf der Basis von Neem (wie bei den Rosenzikaden) nur bei größerem Befall von mehreren Blättern. Ansonsten schneidet man die befallenen Blätter ab und entsorgt sie.

    Thripse (auch Blasenfüße genannt) sind längliche, schwarze kleine Insekten. Befallene Blätter und Blüten weisen Sprenkel und Missbildungen auf.

    Auch eine Käferart kann Schaden an den Rosen anrichten. Glücklicherweise ist sie jedoch nicht sehr häufig: Das ist der Himbeerblütenstecher, der die Blütenstängel dicht unter der Blütenknospe anfrisst. Die auf diese Weise geschädigten Knospen öffnen sich nicht und verwelken stattdessen, noch bevor sich die Blüten geöffnet haben.

    Nicht nur Insekten und Milben können den Rosen zu schaffen machen, auch im Boden lebende Fadenwürmer (Wurzelnematoden) greifen die Rose an. Dabei bilden sich dann Verdickungen an den Wurzeln oder die attackierten Wurzelstücke werden komplett zerstört. Die beschädigten Wurzeln können nicht mehr genug Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen, sodass die Rose nur noch spärlich wächst und schließlich verkümmert. Vorbeugend kann man Studentenblumen (Tagetes) zwischen die Rosenstöcke pflanzen. Das soll die Wurzelnematoden auf Distanz halten.

    Am auffallendsten ist der Rosenrost, denn die Sporenbeläge haben eine leuchtend orange Farbe, die im Frühjahr an den Trieben und auf der Blattoberseite gebildet werden. Später bilden sich dann bräunliche oder schwarze Flecken und Pusteln auf den Blattunterseite, und die Blätter werden vorzeitig abgeworfen. Ich habe bereits vor längerer Zeit in Wort und Bild über den Rosenrost und die Schäden, die er an meiner Hechtrose angerichtet hat, berichtet (> http://forum.floristik24.de/threads/...ight=Rosenrost). Hier noch einmal eines der Fotos, die ich damals dazu gemacht habe:

    Name:  rosenrost an hechtrose.jpg
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    Deutlich zu sehen sind die orange-farbenen Sporenbeläge an der Hechtrose (Foto: Hechtrose, Creative Commons Attr.-Share Alike 4.0 International).

    Sternrußtau ist zu erkennen ist zu erkennen an den sternförmig zerfließenden, braunen Flecken. Dieser Pilz bildet sich vor allem dort, wo er auf dem Honigtau einen optimalen Nährboden findet. Honigtau wird von den Blattläusen ausgeschieden und tropft dann auf die darunter liegenden Blätter.

    Eine besonders ins Auge fallende Rosenkrankheit wird durch den Grauschimmel Botrytis cinerea ausgelöst, da dieser Pilz sich auf Blütenknospen und Blütenblättern ausbreitet. Betroffene Blüten überziehen sich mit einem grauen Schimmelrasen und verfaulen schlißlichlich.

    Auch Rosen blieben bei diesem feucht-schwülen Sommerwetter nicht gänzlich vom Echten Mehltau verschont. Es bildet sich bei Befall ein mehlig, grauweißer Belag, der die Blattoberseiten und die Jungtriebe, bei starkem Befall auch die Blütenknospen überzieht. Viel seltener ist dagegen der Falsche Mehltau.

    Ein weiterer Pilz, der Rosen befallen kann, ist Coniothyrium wernsdoffia. Das Krankheitsbild wird Rindenbrand genannt. Auf der Rinde bilden sich dabei braune Flecken mit einem rötlichen Rand; schließlich beginnt sich die Rinde aufzuwölben und vom Ast abzulösen. Besonders noch junges, nicht voll ausgereiftes Holz ist für diesen Rindenbrand anfällig. Befallene Triebe sollte man abschneiden und entsorgen.

    Auch eine durch Bakterien ausgelöste Pflanzenkrankheit kann den Rosen zu schaffen machen: Das Agrobacterium tumefaciens löst den sogenannten Wurzelkropf aus. Dabei bilden sich blumenkohlartige Geschwülste an den Wurzeln und das Rosenwachstum wird stark gehemmt. Stark befallene Rosen muss man komplett ausgraben und entsorgen. Gegenmittel in Form chemisch wirkender Bakterizide gibt es dagegen leider nicht.

    Unter Wassermangel haben wohl die wenigsten Rosen in diesem Sommer zu leiden. Nährstoffmangel könnte aber doch ein Problem werden, wenn man vergessen hat, im Frühjahr mit gut verrottetem Mist oder Gartenkompost zu mulchen und den Rosenstock zusätzlich mit einem speziellen Rosendünger zu versorgen. Wie an vielen anderen Staudenpflanzen, so kann auch an den Rosen Eisenmangel eine Chlorose auslösen. Zu erkennen ist dies ist an einem Vergilben der Blätter, wobei vor allem die Zwischenräume zwischen den anfangs noch grünen Blattadern betroffen sind.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Peggy
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    Ein interessanter Beitrag. Was ich aber vermisse, das sind Angaben, wie man diese Krankheiten und Schädlinge bekämpfen kann, natürlich möglichst ohne den Rosenstöcken dabei zu schaden.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Pflanzenschutzmittel gegen Rosenschädlinge und Pilzbefall

    Also ich habe erst einmal ganz bewusst darauf verzichtet, wirksame Mittel gegen die genannten Rosenschädlinge und -krankheiten in meinem Beitrag mit aufzuführen. Ich versuche soweit wie möglich, auf den Einsatz spezieller Schädlingsbekämpfungsmittel zu verzichten, da ich schon früher die Erfahrung gemacht habe, dass man mit deren Einsatz manchmal mehr schadet als nützt. Hat man robuste, altbewährte Rosen im Garten, egal ob es sich um Kletter-, Strauch- oder Beetrosen handelt, stimmen Standort und die Bodenverhältnisse, dann kann sich der Rosenstock meist selbst erfolgreich zur Wehr gegen Schadinsekten zur Wehr setzen – es sei denn, es kommt zu einem Massenbefall. Das ist aber nur selten der Fall: Solche Massenvermehrungen von Schadinsekten kommen eher bei extremen Witterungsverhältnissen vor – und darauf hat man ohnehin keinen Einfluss. Allerdings war dieser Sommer extrem mit Wechseln aus wenigen heißen Tagen und dann wieder heftigsten Regenfällen.

    Was man tun kann, wenn nur wenige dieser Insekten auftauchen oder sich die Tierchen auf wenige Stellen konzentrieren, einfach befallene Triebe herausschneiden, kranke Blätter und Blütenknospen entfernen. Rosen vertragen das ohne Weiteres. Blattläuse lassen sich meist mit einem feuchten Tuch abwischen oder mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen. Größere Insekten kann man auch mit einem sogenannten Exhauster (gemeint sind hier nicht irgendwelche Auspuffanlagen für Motorräder oder Kochtöpfe, sondern jene kleinen Gläser mit Schlauch zum Ansaugen der Insekten, die fast jeder Insektenkundler mit sich herumschleppt!) absaugen. Da die meisten Insekten von der Farbe Gelb magisch angezogen werden, lohnt sich unter Umständen auch das Aufhängen einiger mit Leim bestrichener Gelbtafeln, die man im Gartenfachhandel erhält. Thripse machen eine Ausnahme, sie fliegen auf Blau, aber auch solche Blautafeln gibt es zu kaufen.

    Auf chemische Insektizide sollte man soweit wie möglich verzichten. Die meisten sind ohnehin für den Hobbygarten nicht zugelassen und dürfen nur von dafür ausgebildeten Berufsgärtnern in der kommerziellen Rosenzucht verwendet werden. Relativ harmlos sind im Vergleich zu Kontaktgiften sogenannte systemisch wirkende Mittel, z.B. das Schädlingsfrei Careo®, welches als Rosenspray (http://www.floristik24.de/celaflor-s...senspray-750ml ) und auch als Konzentrat ( http://www.floristik24.de/celaflor-s...nzentrat-100ml ) zu verwenden ist und den Wirkstoff Acetamiprid enthält. Es lässt sich sowohl gegen beißende, also Blätter und Rosenknospen anfressende als auch Pflanzensäfte saugende Insekten einsetzen. Es wird also mit der Nahrung aufgenommen und lässt andere harmolse Insekten wie Bienen und Hummeln, die auf den Rosen gelandet sind, unbehelligt. Relativ harmlos, aber eher bei Zimmer-, Balkon- und Gewächshauspflanzen anzuwenden , ist das Neudorff Spruzit® AF Rosenschädlingsfrei auf der Basis von Rapsöl und natürlichem Pyrethrum.

    Optimal ist ein systemisch wirkender Stoff, der mit dem Gießwasser über die Wurzeln aufgenommen und dann mit den aufsteigenden Pflanzensäften bis in die Blätter und Blütenknospen transportiert wird. Geeignet ist zum Beispiel Neem-Öl, welches aus den olivenförmigen Früchten des Indischen Neembaums gewonnen wird. Es enthält den Wirkstoff Azadirachtin, mit dem sich auf verschiedenen Wirk-Ebenen Schädlinge bekämpfen lassen. Erstens schmecken Pflanzenteile, in denen sich das Azadirachtin angereichert hat, bitter und schrecken als Repellent beißende und saugende Insekten. Zweitens verzögert und behindert die Larvalentwicklung. Bei den sogenannten holometabolen Insekten, die zwischen den Larvenstadien und dem adulten Insekten ein Puppenstadium einlegen, blockiert das Azadirachtin das Verpuppungshormon Ecdyson, die betroffenen Larven verpuppen sich nicht, sondern häuten sich zu weiteren Larvenstadien, bis sie schließlich absterben. Und schließlich hemmt Azadirachtin die Ovarialentwicklung. Betroffene Insektenweibchen legen deutlich weniger Eier.

    Viel schwieriger ist die wirksame Behandlung von Pilzkrankheiten wie dem Echten und Falschen Mehltau und dem Rosenrost. Von Pilzsporen überzogene Pflanzenteile sollte schnellstmöglich herausschneiden und entfernen, am besten verbrennen, aber auf keinen Fall kompostieren! Besser und wirkungsvoller ist es dem Pilzbefall von Rosen mit einem geeigneten Pflanzenstärkungsmittel vorzubeugen. Ein rein biologisch es Pflanzenschutzmittel ist beispielsweise Naturen® Pilzspritzmittel mit den Wirkstoffen von Extrakten aus Braualgen der Gattung Laminaria und dem sogenannten Knotentang Ascophyllum nodosum. Dieses Präparat kann ebenfalls mit dem Gießwasser über die Wurzeln der Rosenstöcke aufgenommen werden.

    Um bei der Biologischen Schädlingsbekämpfung zu bleiben: Der Einsatz von Raubwanzen und Raubmilben lohnt sich eher in der kommerziellen Rosenzucht oder in Gewächshauskulturen, als im Hobbygarten.

  4. #4
    Ich habe beim Recherchieren einen sehr guten Ratgeber zur Schädlingsbekämpfung gefunden.
    Die Tipps, die dort gegeben werden, habe ich vereinzelt schon ausprobiert. Nicht alles hat bei mir so gut funktioniert,
    aber einiges war echt nützlich.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Stimmt, das ist eine sehr übersichtliche Webseite mit vielen nützlichen Tipps zur Schädlingsabwehr vor allem gegenüber Menschen. Aber mit Pflanzenschutz hat diese Webseite, und vor allem auch mit Schädlingsbekämpfung an Rosen, eigentlich gar nichts zu tun!

  6. #6
    Avatar von Bika
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    Pilzbefall finde ich auch mit am schwierigsten, da hab ich schon ganze Bestände verloren. Werd nächstes mal auch früher drauf achten und die betroffenen Stellen verbrennen

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