Der Feldsalat bietet viele Vorteile, denn er ist gerade für Anfänger ideal, passt gut in den kleinen Gemüsegarten, er begrünt Beete und Balkonkästen auch im Winter und liefert Vitamine.

Es gibt zwei Sorten Feldsalat: Der Holländische Breitblättrige wächst schnell, bildet große Rosetten und liefert einen hohen Ertrag. Er ist nicht gerade frosthart und mehltauanfällig ist er auch, und er schmeckt weniger intensiv als die Sorten des Dunkelgrünen Vollherzigen.

Feldsalat ist ein Selbstbefruchter. Einmal in den Garten gesät, samt er sich von selbst aus und erscheint jedes Jahr, allerdings kreuz und quer verstreut. Die Samen erreichen erst nach einjähriger Nachreife ihre volle Keimfähigkeit (80 bist 90 %)und behalten sie dann aber drei bis vier Jahre lang.

Im Herbst und Winter sind Partner Mangelware. Als gute Partnergemüse für den Feldsalat gelten: Lauch, Winterzwiebeln, Wirsing und Grünkohl. Feldsalat wird gerne nach Zwiebeln gesät, er sollte nie nach sich selbst stehen, auch nicht nach Kopfsalat, weil er mit diesem einige Pilzkrankheiten teilt.

Vor der Aussaat muss der Boden gelockert werden, etwa 20 cm tief. Der Feldsalat gilt zwar als Flachwurzler, jedoch dringt er auch in Tiefen bis 60 cm vor. Optimal sind mittelschwere, kalkhaltige Böden, die unbedingt nährstoffarm (Nitrat-Salze sollten nicht als Dünger genutzt werden) und frei von Unkraut sein sollten.

Da Feldsalat nicht sehr konkurrenzstark und durchsetzungsfähig gegenüber anderen Kräutern ist, jätet man besser erst im Spätherbst gründlich. Denn die Vogelmiere wächst trotz Kälte und nutzt die Winterpause des Feldsalats, ihn zu überwuchern.

Der Feldsalat ist ein Dunkelkeimer, er wird 0,5 bis 1 cm tief gesät und anschließend fest angedrückt. Einige Samen keimen schon bei 0° C, doch optimal sind Bodentemperaturen von 15 bis 20° C, bei über 28° C keimt er nicht. Um Pilzbefall vorzubeugen, badet man die Saatkörner über Nacht in Kamillentee.

Im September oder Oktober gesät, erscheinen die Keimlinge nach ungefähr 8 bis 11 Tagen, ist es draußen sehr kalt, lässt sich der Feldsalat allerdings bis zu 30 Tage Zeit. Die Saat muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Manche Gärtner überziehen das Beet mit einem Vlies oder legen einfach feuchtes Zeitungspapier aus.

Auf stehende Nässe reagiert der sehr sauerstoffbedürftige Samen jedoch empfindlich. Der Reihenabstand beträgt je nach Sorte 8 cm bis 15 cm. Man kann aber auch breitwürfig säen, allerdings nur auf einem unkrautfreien Beet, da Feldsalat langsam aufläuft. Feldsalat wächst noch bei Temperaturen um die 4° bis 5° C, er gibt auch bei 15° nicht auf.

Unter einer Schneedecke ist er winterhärter als ohne diese Isolierschicht. Gefährlich werden ihm schneearme kalte Winter, wenn zusätzlich starke Winde blasen. Dann vertrocknet er im gefrorenen Boden. Bei Temperaturen über 12° C droht Fäulnisgefahr, über 25° C rollt er die Blätter zusammen. Ab August sollte satz- und sortenweise in 10 bis 14 tägigen Abstand gesät werden, bei mildem Wetter auch bis Mitte Oktober (z. B erst die großen breitblättrigen Sorten, später die kleinen winterharten).

Je später der Termin für die Aussaat, desto dichter muss gesät werden, denn um so schlechter laufen die Samen auf, und die Pflanzen bleiben keiner. Es bilden sich nur wenige Blätter, bis der Feldsalat im Frühjahr in Blütenstimmung kommt. Um trotz dicker Schneedecke Feldsalat ernten zu können, deckt man die Beete mit Vlies oder Reisig ab. In schneearmen Gegenden schützt eine solche Decke Feldsalat bei Dauerfrost vor dem Vertrocknen. Bei milden Wintern sollte jedoch auf das Vlies verzichtet werden, da sich unter diesem Schutz Pilze gut entwickeln, außerdem hortet der Feldsalat sonst zu viel Nitrat.

Die Rosette wird knapp über dem Boden abgeschnitten und vor dem Zubereiten gründlich gewaschen. In den Blattachseln bleiben gerne Sandkörner und Erdkrümmel hängen, die dann beim Essen zwischen den Zähnen knirschen. Den Feldsalat nie im gefrorenem Zustand ernten, denn nach dem schnellen Auftauen in der Küche fällt er zusammen und ist matschig. Frisch geerntet schmeckt er am besten. In einem gelochten Folienbeutel hält er sich einige Tage im Kühlschrank. Profis lagern den Feldsalat bei 0° C und 95 bis 98 % Luftfeuchtigkeit bis zu 2 Wochen.

Feldsalat ist eine echte Vitamin-Bombe. Er enthält viele Mineralstoffe (Calcium, Kalium und Phosphor), besonders viel Eisen. In ihm steckt mehr Vitamin C als in anderen Salaten und mehr als in manchem Apfel. Außerdem enthält er fast so viele Carotinoide wie Gelbe Rüben, Petersilie, Spinat oder Grünkohl. Carotinoide spielen eine Rolle im pflanzlichen und menschlichen Abwehrsystem. Manche von ihnen werden im menschlichen Organismus in Vitamin A umgewandelt.