Jetzt im August werden ganz besondere Anforderungen an den Gartenbesitzer gestellt. Jetzt kommt es bei der Gartenarbeit darauf an, genau auf die aktuellen Wetterbedingungen zu achten und sich auch danach zu richten. Ein großer Vorteil bei der Hitze ist, dass das Unkraut schlapp macht, nicht weiterwächst, und es lässt sich jetzt auch leicht beseitigen. Jetzt richtig gießen und es ist Zeit zum vermehren, dann haben Sie einen tollen Sommergarten.

Doch beim Gießen fangen die Fehler oft schon an: Statt zu viel zu gießen sollte lieber einmal in der Woche richtig gewässert werden. Nur wenn die Pflanzen richtig schlapp machen, sollte öfters gründlich gegossen werden und dann am besten spät abends oder auch früh morgens. Was viele nicht wissen, nach Gewitterregen sollte noch mal nachgegossen werden, denn oft benetzt der Schauer nur die Erdoberfläche. Früh morgen sollte man gießen, denn dann sind die Beete für Schnecken nach ihren nächtlichen Streifzügen nicht mehr so attraktiv.

Hobbygärtner sollten jetzt ihren Rasen mähen, auch wenn man denkt, dass er gar nicht wachsen würde. Regelmäßiges Mähen fördert das dichte Wachstum der Halme. Allerdings - an heißen Tagen darf man den Rasen nicht so kurz scheren, sonst verdorren die Halme leichter. Die geschnittenen Schnipsel sollten liegen bleiben als Mulch. Die Schicht verhindert nämlich das Verdunsten von zu viel Feuchtigkeit.

Koniferen und andere Gehölze können nun mit Risslingen vermehrt werden. Dabei muss es sich um diesjährige Triebe handeln. Man reißt sie einfach ab mit einem kleinen Ansatz vom Hauptstamm. An einem geschützten Ort lockert man sie etwas mit groben Sand auf und steckt sie dann in die Erde, am besten bis zum kommenden Frühjahr, bis sie durchgewurzelt sind. Es ist ratsam, alles unter einer Folie zu halten, so sind die Triebe vor der Kälte geschützt.

Im August werden auch die Erdbeeren vermehrt. Die Ausläufer der Erdbeerpflanzen bilden jetzt Wurzeln, so dass sie von der Mutterpflanze abgetrennt werden können. Von Wildstauden lohnt es sich, die reifen Samen zu ernten und für die Aussaat im kommenden Frühjahr in Papiertüten geordnet zu lagern. Oder Sie ernten eigenes Saatgut aus den Früchten.
***Zensur Admin***
Damit die Vögel nicht alle Kerne der reifenden Sonnenblumen klauen können, sollten die Blüten rechtzeitig in engmaschige Netze eingepackt werden. Man kann jetzt auch Kräuter schneiden und trocknen, sodass man für den Winter einen Vorrat an eigenen Gewürze hat.

Außerdem müssen regelmäßig Bohnen, Tomaten, Zucchini und Gurken durchgepflückt werden.

Jetzt werden sowohl Feldsalat und Spinat, als auch winterharte Zwiebeln ausgesät. Flächen, die nach der Ernte von Salaten, Kohlrabi und ähnlichem wieder frei werden, bieten sich noch für Kurzzeitkulturen an - zum Beispiel mit Radieschen oder Kopfsalat.