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Thema: Die Masoala Regenwaldhalle in Zürich

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sedumania
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    Die Masoala Regenwaldhalle in Zürich

    Nach langer Vorplanungs- und Bauzeit wurde die Masoala-Halle als Teil des Züricher Zoos schließlich 2003 eröffnet. Diese Regenwaldhalle sucht ihresgleichen in Europa, denn hier wurde in einer riesigen Halle einen Ausschnitt aus dem Masoala-Nationalpark, einem der letzten intakten Regenwaldgebieten im Norden Madagaskar, nachgebildet, um pflanzen und Tieren, die zum größten Teil ebenfalls aus diesem Nationalpark stammen, ein möglichst naturgetreues und artgerechtes Umfeld zu bieten. Auf einer Grundfläche von etwa einem Hektar wurde Tausende von Gehölzen und Stauden, sowie mehr als 50 aus Madagaskar stammende Tierarten angesiedelt. Bereits einige Jahre vor Eröffnung der Regenwaldhalle wurden in ausgewählten Baumschulen auf Madagaskar und in enger Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Setzlinge vorkultiviert und dann nach und nach umgesiedelt und in der Halle in Zürich angepflanzt.

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    Eine Panorama-Aufnahme der Regenwaldhalle (Foto: MCaviglia, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported.)

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    Auf verschlungenen Pfade kann man auf halber Höhe einen Blick von oben auf die die Tropengehölze und Wasserflächen werfen (Foto: Albinfo, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

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    Im Schatten der Palmen halten einige Aldabra-Riesenschildkröten ihre Siesta (Foto: MCaviglia, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported.) Diese Riesenschildkröten erscheinen mir allerdings in der Masoala-Regenwald-Halle ziemlich fehl am Platz. Denn sie stammen ursprünglich weder von Madagaskar (dort sind andere Riesenschildkrötenarten längst ausgestorben), sondern vom fernen Aldabra-Atoll, wo sie nicht im Regenwald, sondern i einer fast baumlosen Savannenlandschaft leben.


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    Auch der Rodrigues-Flughund (Foto: Guérin Nicolas, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) stammt nicht aus den Regenwäldern von Madagaskar, sondern von der kleinen Maskareneninsel Rodrigues. Dort ist seine Population allerdings so stark dezimiert worden, dass er vom Aussterben bedroht ist. Allerdings gibt es ein Zucht- und Auswilderungsprogramm für diese Flughund-Art, an denen auch der Züricher Zoo beteiligt ist. Aber warum zeigt man hier nicht Flughunde aus Madagaskar? Von denen gibt es noch genügend Exemplare. Während man bei den Pflanzen großen Wert darauf gelegt hat, nur einheimische Pflanzen aus dem Masoala-Regenwald im Nordosten Madagaskar umzuquartieren, ist dies bei den Tieren offensichtlich nicht immer der Fall. Die Zoobestände an den Riesenschildkröten und Flughunden existierten schon vor dem Bau der Regenwaldhalle. Und nach deren Eröffnung hat man sie dann einfach umquartiert; so haben diese Tiere wenigstens ein artgerechteres Umfeld bekommen als vorher in ihren Zoogehegen.

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    Ein echter Bewohner der Madagassischen Regenwälder ist dagegen der Rote Vari (Foto: Albinfo, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported) und er ist sogar endemisch für den Masoala-Regenwald, d.h. er kommt nur dort vor. Mit einer Größe von 60 bis 65cm zählt er bereits zu den größeren Lemurenarten Madagaskars. Um diese Art in freier Wildbahn vor dem Aussterben zu bewahren, das war mit ein Hauptgrund den Masoala-Regenwald 1997 als Nationalpark auszuweisen und unter Schutz zu stellen. Auch für den Roten Vari gibt es ähnlich wie für den Flughund von Rodrigues ein Nachzuchtprogramm, an dem sich einige Zoos in Mitteleuropa beteiligen, so auch der Züricher Zoo.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rodrigues2011
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    Den Beitrag von Sedumania: Die Masoala Regenwaldhalle in Zürich möchte in in einigen Punkten ergänzen und korrigieren:

    Nicht nur die Tiere, sondern auch die Pflanzen der Masoala Halle stammen nicht alle aus Madagaskar oder gar aus dem Masoala Nationalpark, wenn auch zum größten Teil. Die einheimischen Gehölze und Stauden werden ergänzt durch Exemplare aus Ost- und Südostasien. Immerhin stammen mehr als 4500 Bäume aus Madagaskar. Der Regenwald des Masoala-Nationalparks maßstabsgetreu nachzubilden wäre auch gar nicht möglich. Zwar ist die Halle stellenweise bis zu 30m hoch, aber die Urwaldriesen im Regenwald von Masoala werden stellenweise deutlich höher. Und das bewirkt, dass es am Boden auch stellenweise durch die Beschattung der Baumriesen wesentlich dunkler als in der Halle. Und wer einmal einen Regenwald erkundet hat, der wird erstaunt sein, wie eintönig das Vegetationsbild dort ist – während im künstlichen Lebensraum der Masoala-Halle möglichst das ganze Spektrum der Masoala-Biozönose auf eine Grundfläche von 1 Hektar konzentriert werden soll. Das muss zwangsläufig natürlich einen etwas zu buntes und abwechslungsreiches Bild eines Regenwaldes ergeben. Nichtsdestotrotz ist die Masoala-Halle in dieser Form in Mitteleuropa sicher einmalig und mit den Eintrittsgelder werden teilweise auch Projekte im Masoala Nationalpark unterstützt. Und der Masoala Nationalpark ist natürlich auch nicht die „heile“, unberührte Welt. Mit der Ausweisung zum Nationalpark ging der madagassischen Bevölkerung auch Land verloren, welches sonst zum Anbau von Reis, Gemüse und Vanille genutzt würde. Deshalb versucht das Projekt, die Bevölkerung, die in den Dörfern am Rand des Nationalparks lebt, in das Projekt einzubeziehen, um damit ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Doch die Bevölkerung ist sehr arm und so kommt hin und weder zum Raubbau an der Natur, z.B. zum Einschlag von Rosenholz und anderer Tropenhölzer.

    Name:  Lowland_rainforest,_Masoala_National_Park,_Madagascar_(4026784053).jpg
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    Ein typischer Ausschnitt aus dem Regenwald im Masoala-Nationalpark (Foto: Frank Vassen, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.5 Generic)

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    Und so sah es in der Masoala-Regenwaldhalle etwa 1 ½ Jahre nach Eröffnung aus (Foto: Rodrigues2011, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Peggy
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    Auch wenn's nicht so aussieht, wie im Original-Masoala Regenwald. Für viele Besucher ist dies doch die einzige Möglichkeit, einmal einen Blick in das Ökosystem Regenwald zu werfen.

  4. #4
    Benutzer
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    oh wunderschön möche da auch mal hin in dne zoo
    muss der hamma da sein

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