Thymian ist ein beliebtes Gewürzkraut und nicht nur Pizza würde ohne Thymian fad schmecken. Wie viele seiner Verwandten kommt Thymian aus dem Mittelmeerraum. Mit ihnen, also mit Oregano, Rosmarin, Salbei & Co. bereichert der Thymian Fleischgerichte, Gemüsespeisen, Nudelsoßen, Pizza und Lasagne. Tee aus Thymian hat eine gute Wirkung bei Husten und lindert Halsweh oder Heiserkeit. Streng genommen ist Thymian ein wintergrünes Gehölz. Das sieht man leicht an den drahtigen, verholzten Zweigen. Auch Lavendel oder Ysop gehören wie Thymian zu den Halbgehölzen. Die sehr feinen Samen des Thymians sät ihr in einer Saatschale mit sehr sandiger Erde aus. Wenn die Pflänzchen größer geworden sind, setzt ihr sie in ein Gemüsebeet, das trocken und sonnig sein sollte. Thymian liebt ganz besonders Kräutermauern, Kräuterspiralen und Steingarten, wo es zwangsläufig immer etwas trockener ist. Düngen muss man ihn niemals, und Wässern nur, wenn er gerade umgepflanzt wurde. In nahrhaften und feuchten Böden überlebt Thymian den Winter leider oft nicht, weil die Wurzeln die Feuchtigkeit nicht vertragen und verfaulen – meistens ist er nicht erfroren, wie viele fälschlicherweise annehmen. Im Winter sollte man deshalb locker aufgelegten Reisig auf die Pflanze geben, um sie zu schützen. Im März schneidet ihr die Triebe um etwa zwei Drittel zurück, damit er kompakt und buschig bleibt und kräftige neue Triebe wachsen können.
Thymian behält beim Trocknen seinen Geschmack. Trotzdem solltet ihr in so frisch wie möglich verwenden.