Ab Ende Juni bis in den November hinein sieht man manchmal auf den Blättern des Rhododendrons bunte Tierchen. Sie sind zwischen acht und 10 Millimeter groß und haben längliche, orangefarbene Flecken. Die Flügelspitzen sind lila und Beine, Bauch und Kopf gelb. Bei diesen Tierchen handelt es sich um die Rhododendron-Zikade. Fühlen sie sich gestört oder beobachtet, huschen sie ganz schnell unter die Blätter, wo sie sich verstecken. Die Tiere gibt es erst seit den 1980-er Jahren. Damals verbreiteten sie sich in unseren Gärten und Parks. Die Zikaden stammen aus Amerika. Sie wanderten bei uns ein und verbreiteten sich leider massenhaft. Von August bis Oktober schneidet das Weibchen kleine Schlitze in die Schuppen der Blütenknospen und legt dort ihre Eier ab. Ab Ende April des kommenden Jahres schlüpfen die Larven, sie sitzen dann unter den Blättern und ernähren sich vom Pflanzensaft. Wenn es viele Larven sind, sehen die Blätterhell gesprenkelt aus. Manchmal fallen sie ab, weil die Zellen von den Schädlingen leer gesaugt wurden. Das alleine ist aber nicht das größte Problem. Viele Weibchen verbreiten beim Anritzen der Knospen einen Pilz. Dieser führt dazu, dass die Knospen absterben. Die Knospen treiben dann im Frühling nicht mehr richtig aus, sondern bleiben braun und eingetrocknet in den Trieben sitzen. Deswegen solltet ihr alle eure Sträucher ganz genau beobachten. Wenn ihr die Zikaden entdeckt, solltet ihr sie mit Gelbtafeln, die ihr in die Büsche hängt, fangen. Gelbtafeln, auch Gelbsticker genannt, sind gelbe Farbtafeln aus Pappe oder Kunststoff, die mit Klebstoff versehen sind. Viele schädliche Insekten fühlen sich von der Farbe gelb angezogen. Dann bleiben sie an dem Klebstoff hängen und verenden. Es gibt auch weiße und blaue Fallen. Wenn es sehr viele Tiere sind, sprühst du die Büsche mit Pflanzenschutzmittel ein, und zwar am besten früh am Morgen, denn dann sind die Zikaden noch kalt und unbeweglich.