Einen verdichteten, schweren Boden lockert man am besten im Herbst, wenn die Hauptvegetationsperiode schon zu Ende gegangen ist. Eine Alternative wäre noch der März im folgenden Jahr, vorausgesetzt der Boden ist trocken genug. Eine Grundegel beim biologischen Anbau ist ja, dass man den Boden nicht umgraben soll, um die natürliche Bodenstruktur mit ihren Mikroporen zu erhalten und die Kleinlebewesen nicht bei ihrer „Arbeit“, der Bodenverbesserung zu stören.

Wenn der Boden allerdings stark verdichtet ist, z.B. wenn das Grundstück neu bebaut wurde und schwere Baugerät immer wieder über den Boden bewegt wurde, dann bleibt einem gar nichts anderes übrig, als den Boden durch Umgraben zu lockern. Dabei werden die Erdschollen aber nicht gewendet, sondern man schüttet Gartenerde in die zwischen den Schollen entstandene Bodenfurche. Statt mit dem Spaten umzugraben kann man den Boden aber auch mit einer Grabegabel durch kräftiges Hin-und Herdrehen aufstechen und lockern.

Beim Umgraben oder Aufbrechen des Bodens wird das Unkraut herausgerecht. Dann deckt man die gelockerte Bodenfläche mehrere Zentimeter mit einer Mulchschicht aus Grünschnitt, Rindenmulch oder gemähtes Gras ab. Rindenmulch entzieht beim Verrotten dem Boden allerdings relativ viel Stickstoff. Später wird dann der Boden noch mit Gartenhumus gemischt. Zum Humifizieren des Bodens nimmt man gut verrotteten Stallmist, reifen Kompost oder Rindenhumus. Als erste Frucht baut man am besten Kartoffeln an, denn Kartoffelpflanzen reinigen und lockern den Boden zusätzlich.