Gar nicht so einfach, aber für viele Hobbygärtner ein Thema, ist die Frage nach der optimalen Düngung. Bitte nicht denken: „Viel hilft viel“, denn das ist beim Düngen grundsätzlich falsch und kann den Garten mit den Pflanzen und Bäumen sogar nachhaltig schädigen. Denn weder ein Mangel an Nährstoffen, noch ein Überangebot tut den Pflanzen etwas Gutes.
Zunächst gilt es, beim Dünger zwischen organischen und mineralischen Produkten zu unterscheiden. Außerdem gibt es Dauer- oder Depotdünger und schnell lösliche Dünger. Depotdünger und organische Dünger geben ihre Nährstoffe langsam, aber über einen langen Zeitraum frei. Organische Dünger müssen erst von den Bodenbakterien aufgeschlossen werden. Vorher wirken sie gar nicht. Deshalb solltet ihr schon im Herbst oder zumindest ein paar Wochen vor dem Pflanzen oder der Aussaat diesen Dünger in den Boden einarbeiten, damit er richtig wirken kann. Arbeitet ihn oberflächlich in die oberste Schicht ein. Dort ist genügend Luft im Boden vorhanden und die Bakterien arbeiten dort gut. Lösliche Mineraldünger wirken dagegen sofort. Ihr bringt sie erst aus, wenn die Pflanzen Nährstoffe aufnehmen und verwerten können, also nicht im Herbst oder Winter, sondern im Frühling und Sommer. Auch mineralische Depotdünger, die ihre Stoffe nach und nach abgeben, kommen erst im Frühling zum Einsatz. Der Grund: Die Nährstoffe dieser Dünger fließen sofort, wenn der Boden feucht und warm ist. Vor der Anwendung müsst ihr die Anleitung auf der Packung ganz genau durchlesen und beachten. Dann kann nichts schiefgehen und einer Blüten- und Gemüsepracht im Garten steht nichts mehr im Weg.