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Thema: Alte Bäume lassen sich im Winter leichter umpflanzen

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  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Gartentroll
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    Alte Bäume lassen sich im Winter leichter umpflanzen

    Alte, größere Bäume können einer Gartenerneuerung, einem Umplanen des Geländes und einer neuen Nutzung der Fläche manchmal im Wege stehen. Normalerweise werden sie dann gefällt, vor allem, wenn sie ohnehin nicht mehr viel Ertrag bringen. Mit einigem Mehraufwand könnte man den Baum jedoch an eine andere Stelle versetzen und am Leben lassen. Das ist jedoch nicht einfach, wenn man den Wurzelballen als Ganzes erhalten will, ohne die Wurzeln zu verletzen. Zumindest im Sommer ist ohne Fremdhilfe eines professionellen “Baumschubsers“ (sorry, ich meine natürlich eines Experten aus der Baumschule), der über einen geeigneten Bagger und anderes technisches Equipment verfügt, kaum zu schaffen.

    Nicht so im Winter. Dann ist das Umsetzen von Bäumen viel einfacher zu bewerkstelligen. Wenn man den Baum nämlich mit seinem ganzen Wurzelballen und dem anhaftenden Erdreich umpflanzt, dann ist das ähnlich wie bei Stauden und Ziersträucher ja keine Wurzelnackt-, sondern Containerware und die kann man ja bekanntlich fast das ganze Jahr hindurch einpflanzen. Also warum mit dem Umsetzen von Bäumen nicht bis zum Winter warten?

    Der richtige Zeitpunkt fürs Umpflanzen ist dann erreicht, wenn im Winter eine Zeitlang frostfreies Wetter geherrscht hat, bevor der Wetterbericht endgültig Dauerfrost ankündigt.

    Dann legt man den Wurzelballen rund um die Baumscheibe komplett frei, sticht überstehende Wurzeln ab und setzt den Erd- und Wurzelballen kräftig unter Wasser, ohne aber die einzelnen Wurzeln dabei freizuspülen. Der Graben um den Wurzelballen herum wird mit Komposterde o. ä. aufgefüllt, damit der freigelegte Wurzelballen nicht austrocknet. Dann muss gewartet werden, bis sich wirklich Dauerfrost einstellt und der Wurzelballen mit der anhaftenden Erde zu einem einheitlichen Klumpen zusammenfriert. In der Zwischenzeit kann man schon einmal am neuen, für den Baum vorgesehenen Platz ein passendes Pflanzloch anlegen.

    Ist der Wurzelballen wirklich ganz durchgefroren, dann lockert man den Ballen ringsum etwas mit einem Spaten und hebelt ihn in eine Schräglage, sodass er auf einem oder mehreren stabilen Holzpfählen zu liegen kommt. Mit Hilfe eines oder mehrerer solcher Balken kann man den Baum mitsamt seines gefrorenen Wurzelballens in eine Schubkarre legen und dann zum neuen Standort transportieren und in das vorgesehene Pflanzloch setzen. Statt mit Hilfe von untergelegten Balken kann man den Wurzelballen aber auch in ein Stück Juteleinen einschlagen und in die Schubkarre heben. Dann wird rund die verbliebene Lücke zwischen Pflanzlochwand und Wurzelballen mit Erde aufgefüllt und mit Wasser eingeschlämmt.

    Im Sommer ist das ganze Umpflanzen wesentlich schwieriger. Beim Ausgraben und Emporhieven verliert der Wurzelballen die locker anhaftende Erde und muss dann eher wie eine Wurzelnacktware behandelt werden.

  2. #2
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    Wann ist das Maximalalter eines Baumes zum umpflanzen erreicht?

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hechtrose
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    Bis zu welchem Alter können Bäume eigentlich umgepflanzt werden?

    Also das hängt natürlich in erster Linie von der Baumart ab. Generell kann man sagen, je älter der Baum ist, desto schwierig wird es ihn unbeschadet umzupflanzen. Ich selbst halte es in meinem Garten so, dass Laub-Gehölze im vierten, spätestens fünften Lebensjahr an ihren endgültigen Platz kommen und dann auch nicht mehr umgepflanzt werden. Denn bis dahin haben sie meist ihre endgültige Form mit Stamm, Baumkrone usw. entwickelt.

    Es klingt paradox, ist aber offensichtlich so: Je öfter der Baum bereits umgezogen ist, desto leichter kann er bis ins hohe Alter umgepflanzt werden. Entscheidend ist dafür die Ausdehnung der Baumscheibe. Wenn er öfter umgepflanzt worden ist, hat sich der Wurzelbereich noch nicht so stark ausbreiten können, als wenn er immer am gleichen Platz geblieben ist.

    Denn nur die äußeren, peripheren Faserwurzeln dienen der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen, die stamm-nahen, verholzten dicken Wurzeln geben dem Baum dagegen Halt und verankern ihn im Boden. Und je weiter sich die Baumscheibe ausgedehnt hat, umso größer ist die Gefahr, dass man beim Ausgraben, diese peripheren Wurzeln verletzt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass man sommergrüne, laubabwerfende Gehölze eher im fortgeschrittenen Baumalter umpflanzen kann, als immergrüne Laub- und Nadelgehölze, denn die werfen bei Stress ebenfalls im Winter – z. B. beim Umpflanzen – ihre Blätter ab. Aber exakt weiß ich das auch nicht.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    Das höre ich nicht zum ersten Mal, habe es aber bisher noch nicht ausprobiert. Der Gedanke ist aber einleuchtend. Für den Tipp deshalb besten Dank. Ich behalte es im Hinterstübchen

  5. #5
    Erfahrener Benutzer
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    Ich hab das selbst auch schon praktiziert und würde es auch immer wieder nur dann machen. Es ist super einfach im Vergleich zu allen anderen Zeiten im Jahr.

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