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Obstgartenopa

Weitere Gartentipps für den Monat Januar

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Obst: Im Januar und Februar kann es nochmal so richtig frostig werden. Obstgehölze müssen vor tiefem Frost geschützt werden. Auch wenn es seltsam klingt, so schützt eine Schneedecke die Wurzeln der Bäume vor Frostschäden. Da der Schnee in diesem Jahr sich in vielen Gegenden aber bislang sehr zurückgehalten hat, können die Wurzeln ohne diese schützende Schneedecke schlimmen Schaden erleiden. Besonders Beerensträucher, Quitten, Birnen auf Quittenunterlagen, Erdbeeren, Aprikosen und Pfirsiche sind gefährdet. Deshalb müsst ihr sie unbedingt schützen, wenn der Schneefall ausbleibt. Das geht am besten mit einer Mulchschicht, die ihr um die Gehölze aufbringt. Es eignen sich verschiedene Materialien, darunter Schreddergut, Mischlaub, Strohhäcksel oder Rindenmulch. Ich empfehle, diese Mulchschicht erst dann anzubringen, wenn der Boden schon gefroren ist. So können sich dort keine Mäuse einnisten und im Frühling bleibt der Boden durch die Mulchschicht länger kalt. So kann eine zu frühe und somit frostgefährdete Blüte verhindert werden. Baumstämme sind durch die großen Temperaturunterschiede, die es im Winter manchmal gibt (nachts frostig, um die Mittagszeit sonnig und beizeiten recht mild) Frostrisse bekommen, besonders, wenn die Sonne auf eine Seite des Baumes bei sehr kühlen Temperaturen scheint. Ich empfehle euch deshalb, die Bäume mit einem Kalkanstrich zu versehen.

Gemüse: Jetzt ist es an der Zeit, zu planen, was ihr in diesem Jahr anbauen wollt. Beachtet bei eurer Planung den Fruchtwechsel und die Kulturfolge. Frisches Samengut bekommt man zum Teil schon jetzt angeboten. Bald wird es in jedem Supermarkt und Discounter zu haben sein, denn im Februar/ März steht die Gartensaison kurz vor dem richtigen Start. Doch kauft nicht blind irgendwelche Sorten, die euch gerade gefallen, sondern überlegt euch vorher genau, wie ihr eure Beete belegen wollt und welche Sorten ihr anbauen möchtet. Denkt beim Planen daran, dass ihr innerhalb eines Jahres und auch von Jahr zu Jahr zwischen Gemüsen unterschiedlichen Familien wechseln sollt. Das hat den Vorteil, dass sich Krankheiten und Schädlinge, die es innerhalb einer bestimmten Pflanzenfamilie gibt, nicht so gut ausbreiten können. Zudem wird durch diese Methode der Boden nicht so einseitig ausgelaugt und ihr müsst weniger düngen. Bitte vergesst auch die Gründüngung nicht, die ökologischste und preiswerteste aller Düngungen überhaupt.
Ich möchte euch ein Beispiel geben. Zur gleichen Familie, und zwar zu den Kreuzblütlern, wie Kohlrabi, Rettich, Radieschen, Kresse und alle Kohlarten gehören auch die Gründüngungspflanzen Raps, Senf und Ölrettich. Die meisten von euch haben in ihrem Gemüsegarten wahrscheinlich schon ausreichend von den Kreuzblütlern. Aus diesem Grund solltet ihr in diesem Fall darauf verzichten, eine kohlverwandte Gründungung anzuwenden.

Keine Asche auf den Kompost: Ob ein Kompost gehaltvoll und gut ist, hängt unter anderem von der Dauer, der Zusammensetzung und der Qualität der Ausgangsmaterialien ab. Auch die richtige Kompostierung ist wichtig. So gehört Asche keinesfalls auf den Kompost, auch wenn das viele immer noch denken. Ganz besonders gehört die Asche aus verbrannter Kohle keinesfalls auf den Kompost, doch auch auf Holzasche im Kompost solltet ihr verzichten, da es dadurch zu einer Anreicherung von Schwermetallen im Kompost und somit natürlich auch im Gartenboden kommen kann.

Saatgut vom Vorjahr: Fast jeder hat Saatgut vom Vorjahr übrig. Entweder ihr habt noch etwas in den gekauften Tütchen oder ihr habt euch selbst Samen behalten. Normalerweise ist Samengut, das ein Jahr alt ist, noch ausreichend keimfähig. Es sollte sich allerdings, wenn ihr es kauft, um qualitativ hochwertiges Saatgut handeln. Ihr müsst es kühl und trocken lagern. Weniger gut haltbar sind allerdings die Samen von Kerbel, Schnittlauch, Pastinake und Schwarzwurzel. Ich empfehle euch im Zweifelsfall, eine Saatprobe zu machen. Wenn weniger als die Hälfte der Keime aufgeht, lohnt sich der Anbau nicht mehr. Werft die Samen weg.
Gemüse: Auch wenn es draußen noch kahl und kalt ist, solltet ihr euch Gedanken über die Aussaaten machen, damit ihr euer Gemüse termingerecht im Kleingewächshaus aussäen könnt. Ab Ende Februar, Anfang März können Kohlrabi, Kopfsalat und Rettich in einem unbeheizten Gewächshaus gepflanzt werden. Wenn ihr selbst aussäen wollt, müsst ihr ab sofort, also ab Mitte Januar Kopfsalat und Kohlrabi säen und Rettich etwa ab Ende Januar. Achtet auf die Temperatur während der Keimung. Ich empfehle euch zwischen 18 und 20 Grad. Bei Kopfsalat genügt auch eine etwas geringere Temperatur. Denkt unbedingt an einen sehr hellen Platz, der für die Anzucht unverzichtbar ist. Wer Glück hat, besitzt ein beheizbares Gewächshaus oder Vermehrungsbeet im Gewächshaus. Wenn nicht, könnt ich auch auf der Fensterbank die Samen aussäen. Wegen des mangelnden Lichts um diese Jahreszeit braucht ihr aber eine besondere Pflanzenleuchte. Eine normale Glühbirne reicht nicht aus, denn ihr Lichtspektrum entspricht nicht dem Bedarf von Pflanzen.
Stauden: Es gibt Stauden, die zu den Kaltkeimern gehören. Diese müssen spätestens im Januar oder Februar ausgesät werden. Zu den Kaltkeimern zählen etwa Trollblume, Eisenhut, Adonisröschen, Einzian und Küchenschelle. Diese Pflanzen brauchen einen mehrwöchigen Kältereiz bei etwa zwei bis acht Grad Celsius. Nur dann keimen sie. Ihr könnt das entweder vor der Aussaat in feuchtem, kühlen Sand machen oder aber ihr sät sie aus und stellt die Töpfe in ein Gewächshaus, Frühbeet oder Gartenhaus, das gerade so frostfrei ist, nicht wärmer.

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